Fachtagung "Zukunft der Ferkelkastration"

Ferkelkastration: Bauern erhöhen den Druck Premium

Schweinehalter und Fachleute diskutierten in Verden über die Ferkelkastration. Jetzt sei Zeit für Antworten, so der Tenor. Mit dabei Vertreter von Rewe, Aldi Nord, Vion und Westfleisch.

Das Thema „Zukunft der Ferkelkastration“ ist und bleibt ein heiß diskutiertes Eisen, bei dem allen Beteiligten die Zeit davonrennt. Dennoch sind alle Branchenvertreter gewillt, Lösungen zu finden und sich der Diskussion zu stellen.

Das wurde bei der gestrigen Fachtagung „Ferkelkastration: Zeit für Antworten!“ deutlich. Eingeladen hatten die Fachzeitschriften top agrar und SUS, der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) sowie das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) in Verden a.d. Aller. Klar wurde aber auch, dass die Bauern die Hängepartie so nicht mehr hinnehmen wollen, sie kündigten mehr Widerstand an und legten den Entwurf einer Branchenvereinbarung auf den Tisch.

Spaltung des Ferkelmarktes verhindern

Georg Freisfeld, stellvertretender Geschäftsführer des Erzeugerringes Westfalen, betonte, dass die Kette endlich geschlossen handeln müsse. „Das Schwarze-Peter-Spiel, bei dem jeder die Schuld auf den anderen schiebt, muss ein Ende haben. Andernfalls sehe ich die Gefahr, dass die Ferkelerzeugung in Deutschland ausstirbt“, so Freisfeld. Der Landwirt warnte zudem vor einer Marktspaltung. Männliche Ferkel dürfen künftig nicht abgewertet werden, nur weil sich der Erzeuger für eine bestimmte Kastrationsalternative entschieden hat.

Dietrich Pritschau, Landwirt und stellvertretender Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, ist es ebenfalls leid, weiter abzuwarten. Er ist aus der Kastration ausgestiegen und setzt jetzt auf die Immunokastration. „Ich will nicht mehr nur diskutieren, sondern Fakten schaffen. Für meinen Betrieb ist die Behandlung der Tiere mit Improvac eine praktische Alternative, die sehr gut funktioniert“, berichtete der Unternehmer. Vorteile sieht er darin, dass er kein teures Narkosegerät...

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Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernhard Kremling

QS braucht das alles nicht

So lange QS, aus Dänemark und Niederlande imporierte Ferkel akzeptiert, werden die deutschen Ferkelerzeuger doch nur das Nachsehen haben und für blöd verkauft.

von Gregor Grosse-Kock

Wie Kastriert wird

Spielt überhaupt keine Rolle, für uns Landwirte entstehen nur Mehrkosten - egal wie auch immer. Die kleineren Schlachthöfe sind weg, weil die Sortierung zu aufwendig werden. Hr.Freissfeld sollte lieber über die mangelnde Konkurrenz am Schlachtmarkt nachdenken und nicht dieses Dumme Spiel treiben.

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