Ferkelkastration: Bayerns Antrag auf Fristverlängerung gescheitert

Der Antrag Bayerns, das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um fünf Jahre zu verschieben, ist im Agrarausschuss des Bundesrates gescheitert.

Ferkel (Bildquelle: Heil)

Der Antrag Bayerns, das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um fünf Jahre zu verschieben, ist im Agrarausschuss des Bundesrates gescheitert. Nach Informationen aus verschiedenen Quellen fand sich keine Mehrheit für die Fristverlängerung. Auch verschiedene Änderungsanträge sind nicht erfolgreich gewesen.

Damit sind die Chancen, dass deutsche Ferkelerzeuger auch nach dem 1.1.19 ihre Ferkel nach bisheriger Vorgehensweise kastrieren dürfen, weiter gesunken. Bayern und andere Länder haben allerdings noch die Möglichkeit, das Thema direkt über einen sogenannten Plenarantrag in der Sitzung des Bundesrats am 21. September zur Abstimmung zu bringen.

Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Tierhaltungssrategie, der Anfang des Bauernlegens ist gemacht !

Jetzt braucht diese Regierung nur noch die Ackerbaustrategie durch zu peitschen und es ist vollbracht !

von Josef Fischer

Wasser predigen, selber Wein trinken

Jetzt hätten gerade die Politiker, welche immer die bäuerliche Landwirtschaft und moderate Bestandsgrößen fordern, zeigen können das sie hinter diesen Betrieben stehen. Doch diese Betriebe werden das Handtuch werfen. Große Sauenbetriebe können sich diese Technik eher leisten, und ab einer gewissen Bestandsgröße ist es diesen Betrieben auch möglich, einen Tierarzt anzustellen. Wenn nicht am 14.10. in Bayern Landtagswahl wäre, dann wäre die Staatsregierung im Bundesrat wahrscheinlich auch gar nicht in dem Umfang tätig geworden. Aber viele Bauern in Bayern haben nicht vergessen welche Partei bis Herbst 2017 den Bundeslandwirtschaftsminister gestellt hat. Der Strukturbruch lässt Grüßen!

von Andreas Schröder

Herr Dabbelt

Kein Respekt für niemanden in dieser Sache. Das können keine Volksvertreter in der jetzigen Politik sein !!! Verantwortungslos die Schweinebranche an die Wand zu fahren und unseren Standort Deutschland landwirtschaftlich derart zu schwächen ist eine dumme Riesensauerei !!!!!!!!

von Hubert Dabbelt

Ein Trauerspiel!

Respekt wer bei diesen Aktionen nicht das Vertrauen in unserer "Volksvertreter" verliert. Aber wenigstens wird die Sommerzeit abgeschafft!

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