Ferkelkastration: Niedersachsen plant 2. Anlauf für eine Übergangsfrist Premium

Das Land Niedersachsen arbeitet an einem Kompromissvorschlag zum 2019 bevorstehenden Aus für die betäubungslose Ferkelkastration. Es schlägt eine Übergangsfrist vor, bis ein zugelassenes Narkosemittel seit drei Monaten im Handel verfügbar ist. Sie soll aber nicht länger als zwei Jahre währen.

Niedersachsen versucht mit einem Kompromissantrag den Erzeugern von Ferkeln einen Übergang zur betäubungslosen Kastration zu ermöglichen. (Bildquelle: ForFarmers)

Das Land Niedersachsen arbeitet an einem Kompromissvorschlag zum 2019 bevorstehenden Aus für die betäubungslose Ferkelkastration. Es schlägt eine Übergangsfrist vor, bis ein zugelassenes Narkosemittel seit drei Monaten im Handel verfügbar ist. Sie soll aber nicht länger als zwei Jahre währen. Niedersachsen bereitet derzeit einen Bundesratsantrag vor, der eine Lösung für die verfahrene Situation zum Aus der ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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von Willi Eckhoff

Staatliches Tierwohllabel

Warum wird nicht als Grundvoraussetzung, zur Teilnahme am staatlichen Tierwohllabel, vorgeschrieben, das Mastferkel wurde in Deutschland geboren? Weil dann, das Schnitzel, der Braten ,teuer werden würde... Und das, will die Politik auch nicht!

von Harald Finzel

Lieber Herr Bleher, ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass das EU-Recht keine derartigen nationalen Importrestriktionen hergibt, wenn man nur lange genug den Dschungel nationaler und europäischer Gesetze und Verordnungen durchforstet und sich dann durch die Instanzen klagt. Siehe diverse Beispiele, bei denen europäische Gerichte alle juristischen Fachleute Lügen straften. Als Beispiel sei hier nur die jagdliche Befriedung von Grundstücken aus ethischen Gründen durch das EuGH genannt, die von einem chemtrailgläubigen Winkeladvokat entgegen der Meinung der Fachwelt durchgeboxt wurde. Es täte dem Deutschen Bauernverband als Interessenvertreter der Bauern gut, endlich einmal etwas mehr Aggressivität zu zeigen und hier und da auch einmal den Weg durch die Gerichte zu unterstützen. Bei der Kastrationsthematik kommt das natürlich ein paar Jahre zu spät...

von Frithjof Dittrich

Keiner fragt das Ferkel

Örtliche Betäubung oder Narkose sind mehr Stress für das Ferkel, als die bisherige Kastration. Das hat man mit Kortisonmessung festgestellt. Das einzige Verfahren, das das Tierwohl verbessert ist die Immunokastration mit Improvac. Bioschweinemäster machen das schon.

von Helmut Bleher

Lieber Herr Finzel, die Antwort auf Ihre Frage ist recht einfach: Das ist nach EU Recht nicht möglich und kaum umsetzbar. Im Grunde hat jedes EU Land das Recht seine eigenen Bauern zu zwiebeln und zu plagen wie es will, solange die anderen keine Wettbewerbsnachteile haben. Grenzen dicht für ausländische Schweine jeglicher Qualitätsdefinition geht nicht, auch wenn es wünschenswert wäre.

von Harald Finzel

Warum fordert keiner ein Importstopp für Ferkel, Mastschweine und Schweinefleisch aus Ländern, deren Auslegung der EU-Richtlinien nicht den deutschen Tierschutz-Mindestanforderungen entsprechen? Ohne die Konkurrenz durch dänische 4.-Weg-Ferkel und holländische CO2-Narkose-Ferkel sähe die Sachlage ganz anders aus...

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