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Fleischproduktion im 1. Halbjahr um 0,6 % gesunken

Im ersten Halbjahr 2020 erzeugte die deutsche Schlachtbranche knapp 3,9 Mio. t Fleisch. Während die geschlachteten Schweine um 1 % und die Rinder um 3,3 % abnahmen, gewann Geflügel um 1,9 %.

In den ersten sechs Monaten 2020 wurden in den gewerblichen Schlachtbetrieben in Deutschland 28,9 Mio. Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Einschließlich des Geflügels erzeugten die Unternehmen knapp 3,9 Mio. t Fleisch.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank die Fleischerzeugung damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 um rund 0,6 % beziehungsweise 22.100 t. Grund dafür war der Rückgang der Fleischproduktion im von der Corona-Krise geprägten 2. Quartal 2020: Während die Produktion im 1. Quartal im Vorjahresvergleich um 1,4 % (+27.600 t) zunahm, ging sie im 2. Quartal um 2,6 % (-49.700 t) zurück.

Gewerbliche Fleischschlachtungen

Gewerbliche Fleischschlachtungen (Bildquelle: Destatis)

Schweinefleisch: Schlachtmenge im 1. Halbjahr 2020 um 1,0 % gesunken

Die aus gewerblichen Schlachtungen erzeugte Schweinefleischmenge war im 1. Halbjahr 2020 mit 2,6 Mio. t um 1,0 % niedriger als im Vorjahreszeitraum (-26.200 t). Im 1. Quartal stieg die Schlachtmenge noch um 1,2 % (+15.900 t) gegenüber dem Vorjahr, im 2. Quartal ging sie um 3,3 % (-42.100 t) zurück.

Hinweise auf Kapazitätsverlagerungen aufgrund Corona-bedingter Betriebsschließungen

Bemerkenswert sind die regionalen Unterschiede in der Schweinefleischproduktion: So stieg die Produktion im nach den Ergebnissen des 1. Halbjahres 2020 größten Erzeugerland Niedersachsen im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 417.300 t.

In Sachsen-Anhalt stieg die Erzeugung um 12,9 % auf 114.200 t. Im zweitgrößten Erzeugerland Nordrhein-Westfalen sank die Produktion dagegen um 9,8 % auf 381.300 t. Diese Entwicklungen sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass einzelne Schlachtbetriebe infolge der Corona-Pandemie zeitweise geschlossen waren oder mit eingeschränkter Kapazität arbeiteten. Von den dort fehlenden Kapazitäten dürften Betriebe in anderen Bundesländern profitiert haben.

Rindfleisch: Schlachtmenge im 1. Halbjahr 2020 um 3,3 % gesunken

Die gewerbliche Rindfleischproduktion sank im 1. Halbjahr 2020 um 2,1 % auf 521.800 t (-11.100 t). Ausschlaggebend für den Rückgang war auch hier die im Vorjahresvergleich um 5,1 % geringere Erzeugung im 2. Quartal 2020.

Geflügelfleisch: Schlachtmenge im 1. Halbjahr 2020 um 1,9 % gestiegen

Im Unterschied zur Schweine- und Rindfleischproduktion ist die erzeugte Menge an Geflügelfleisch im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 % auf 801.800 t (+15.000 t) gestiegen. Im 1. Quartal nahm die Schlachtmenge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 % auf 398 400 Tonnen zu (+9.800 t), im 2. Quartal betrug der Zuwachs 1,3 % auf 403.400 t (+5.200 t).

Schweinefleisch hatte mit rund 65,7 % den größten Anteil an der gewerblichen Fleischerzeugung im 1. Halbjahr 2020. Darauf folgten Geflügelfleisch (20,6 %) und Rindfleisch (13,4 %).

Gewerbliche Schlachtungen im 1. Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Tabelle 1

Tabelle 1 (Bildquelle: Destatis)

Tabelle 2

Tabelle 2 (Bildquelle: Destatis)

Tabelle 3

Tabelle 3 (Bildquelle: Destatis)


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