ForFarmers wird größter Futtermittelkonzern in Europa

Das niederländische Landhandelsunternehmen ForFarmers darf den britischen Futtermittelhersteller Agricola übernehmen. Dafür hat die Europäische Kommission vergangene Woche grünes Licht gegeben. Ihrer Auffassung nach bestehen keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.

Das niederländische Landhandelsunternehmen ForFarmers darf den britischen Futtermittelhersteller Agricola übernehmen. Dafür hat die Europäische Kommission vergangene Woche grünes Licht gegeben. Ihrer Auffassung nach bestehen keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken. ForFarmers Marktanteil werde mit der geplanten Übernahme nur geringfügig zunehmen. Auf den betreffenden Märkten - darunter Deutschland - gebe es weiterhin genügend Wettbewerber. Durch den Kauf wird ForFarmers der größte Futtermittelkonzern in Europa mit einer Produktion von 6,5 Mio. t Mischfutter und 2,3 Mio. t Einzel- und Nebenprodukten, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das neue Unternehmen verfüge über 2.500 Mitarbeiter und erwirtschafte einen Umsatz von 6,6 Mrd. €.
 
ForFarmers ist die Holdinggesellschaft eines internationalen Konzerns, der in erster Linie Landhandelsprodukte wie Mischfutter, Düngemittel und Saatgut herstellt und verkauft. Ferner ist das Unternehmen in der Masthähnchenaufzucht tätig, bietet verschiedene landwirtschaftliche Dienstleistungen an und vertreibt über seine Beteiligung an dem Unternehmen Cefetra Rohstoffe für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Produktionsstandorte des Konzerns sind die Niederlande, Belgien und Deutschland.
Agricola ist die Holdinggesellschaft für eine Unternehmensgruppe mit dem Handelsnamen BOCM Pauls. Der Tierfutterhersteller BOCM Pauls ist vor allem im Vereinigten Königreich tätig. Das Unternehmen verkauft unter verschiedenen Handelsmarken Konzentrate und Mischfutter für alle Arten landwirtschaftlicher Nutztiere, insbesondere aber für Rinder, Schweine und Geflügel. Im Angebot befinden sich auch Produkte, mit denen Landwirte eigene Futtermischungen zusammenstellen können. Alle Produktionsanlagen stehen in Großbritannien, wo das Unternehmen seinen höchsten Umsatz erzielt. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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