Schweinefleisch

Frankreich: Chinesische Inspekteure kontrollieren Schlachthöfe

Französische Schlachtunternehmen werden im September von chinesischen Inspekteuren kontrolliert. Die Fleischhersteller sind beunruhigt.

In den französischen Schweineschlachtbetrieben wird es im September Kontrollen durch chinesische Inspektoren geben. Der Verband der Fleischhersteller Culture Meat befürchtet, dass die Prüfer aus China "keine guten Absichten haben". Ein vorheriger Besuch in Spanien führte laut dem französischen Fachinstitut für Schweinehaltung (Ifip) dazu, dass fünf Schlachthöfe ihre Exportberechtigung für die Volksrepublik verloren haben. Zudem seien bereits ein französischer und ein österreichischer Betrieb auf der Verbotsliste Chinas gelandet.

Die Kontrollen würden als Werkzeug benutzt, um die zurzeit unliebsamen Schweinefleischimporte zu drosseln, vermutet Culture Meat. Die gestiegene Eigenproduktion und hohe Einfuhren hätten in China im ersten Halbjahr 2021 zu einer Überschusssituation bei Schweinefleisch und massiv fallenden Preisen geführt. Um bei hohen Futterkosten und niedrigen Erzeugerpreisen nicht wieder die Erholung der Eigenproduktion zu gefährden, werde von der Regierung in China Druck auf die Genehmigungsbehörden und die Importeure ausgeübt, die Schweinefleischeinfuhr zu begrenzen, so der Verband.


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