Schweinepest

Freie Bauern fordern sofortige Aufhebung des Landwirtschaftsverbotes im ASP-Gebiet Plus

"Statt wochenlang ASP-Fallwild zu suchen sollten im Umkreis von 5 km um eine Fundstelle zeitnah alle Wildschweine geschossen werden", fordern die Freien Bauern.

Die Interessenorganisation Freie Bauern bezeichnet die bisherige ASP-Bekämpfung in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße als „ineffizient und unverhältnismäßig“.

„Das Hauptproblem besteht darin, dass die Veterinärbürokratie offensichtlich noch glaubt, die Seuche ohne die örtlichen Landwirte und Jäger in den Griff zu bekommen“, sagte Marco Hintze, stellvertretender Bundessprecher der Freien Bauern, der im brandenburgischen Krielow einen Ackerbau-Mutterkuhbetrieb bewirtschaftet: „Das unbefristete Landwirtschafts- und Jagdverbot auf rund 35.000 ha ist kontraproduktiv und richtet inzwischen mehr Schaden an als dass es nützt.“

Weil er um die Schwierigkeiten des Zaunbaus in einer offenen Landschaft wisse, möchte sich Hintze nicht an hämischen Debatten über wildschweinsichere Zäune beteiligen: „Aber wenn einerseits Polizeihubschrauber das Gebiet überfliegen, Hundestaffeln es durchkämmen und jeder Hinz und Kunz mit einer Fallwildprämie von 100 € hinein gelockt wird, andererseits Landwirte und Jäger nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen dürfen, angeblich um die Wildschweine nicht aufzuscheuchen, dann hat irgendwer...


Die Redaktion empfiehlt

Afrikanische Schweinepest

ASP: Nutzungsbeschränkungen teilweise aufgehoben

vor von Henning Lehnert

Zwei neue ASP-Fälle vom FLI amtlich bestätigt. Landeskrisenstab Tierseuchenbekämpfung beschließt erste Ausnahmen vom Nutzungsverbot.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

In der Kernzone muss so schnell wie möglich jedes Wildschwein erlegt werden.

So reduziert man die Gefahr, dass z.B. Vögel (Krähen, die an Kadavern fressen) das Virus aus der Kernzone verbringen. Klingt brutal, aber die Wildschweine in der Kernzone töten ist Schutz der übrigen Wildschweinpopulation. Wer das Virus in der Zone ewig gewähren lässt, riskiert das ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

Jedes Wildschwein

Wer kann zuverlässig sagen, wann auch das letzte Wildschwein in der Kernzone erlegt ist? Wer weiß genau, wie viel Wildschweine sich vor der Jagd in der Kernzone befinden?

von Gerhard Steffek

@Herr Albo -

Ich habe ja auch nicht von Vertreiben geschrieben. Ich denke nicht, daß sich die Wildschweine durch die normale landwirtschaftliche Arbeit vertreiben lassen. Die sind sie ja schließlich gewohnt. Aber wenn man ihnen den Mais wegnimmt, dann haben sie eben weniger Versteckmöglichkeiten ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Das Militär sollte

doch mit ihren modernen Drohnen und Satelliten zeitnahe Informationen liefern können, wo Wildschweine sind. Wer sagt, dass nicht weiterhin ASP in Polen nahe der Grenze ist. Jäger sollten mit Schalldämpfer arbeiten dürfen.

von Gerhard Steffek

"Jetzt ist sie da und alle sind überfordert“

Ist das mit dem Wolf nicht auch schon so? Dillettantismus an allen Orten! Deutschland hat zwar schon fertig, aber anscheinend schneller als einem lieb sein kann. __ __ Egal wo man hinschaut, auch hier bei der ASP, ist das Management doch tatsächlich so, daß da agiert wird als wie wenn ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

An den Grenzen des ASP Gebiets

Sollte wirklich freies Feld sein....Im Gebiet selber sollte man die Tiere nicht vertreiben....Hier rotten sie sich durch Ansteckung selber aus...

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen