Happach-Kasan bezweifelt Sinn der Homöopathie in der Tierhaltung

Zweifel an der fachlichen Arbeit des Instituts für Ökologischen Landbau des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (vTI) in Trenthorst hat die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan, geäußert.

Zweifel an der fachlichen Arbeit des Instituts für Ökologischen Landbau des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (vTI) in Trenthorst hat die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan, geäußert. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sei gefordert, für die Einhaltung strikter Fachlichkeit in den Instituten der Ressortforschung zu sorgen, mahnte die FDP-Politikerin vergangene Woche in Berlin. Ansonsten steht ihrer Auffassung nach „deren Fortbestand auf dem Spiel“. Veranlasst zu ihrer Kritik sieht sich Happach-Kasan durch einen unter der Federführung von Institutsleiter Prof. Gerold Rahmann verfassten Artikel über Homöopathie in der ökologischen Tierhaltung. Nach Auffassung der Abgeordneten ist die Beschäftigung mit der Homöopathie in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung „wissenschaftlich nicht zu begründen“. Dadurch würden finanzielle Mittel gebunden, die an anderer Stelle fehlten.

Happach-Kasan bemängelte, dass Rahmann Antworten auf ihre konkreten Nachfragen zu seinen Ausführungen schuldig geblieben sei. Sie hatte sich bei ihm unter anderem danach erkundigt, für welche Tiererkrankungen und bei welchen Nutztierarten eine erfolgreiche Therapie mit homöopathischen Präparaten nachgewiesen und wo dies veröffentlicht worden sei, ferner bei welchen Tierarten und welchen Krankheiten im Institut Tiere mit homöopathischen Präparaten behandelt würden und ob in Trenthorst Grundlagenforschung zur Anwendung der Homöopathie in der Tierheilkunde durchgeführt werde und, wenn ja, mit welchen Ergebnissen. (AgE)