Seuchenschutz

Höfken stellt Elektro- und Duftzaun gegen Afrikanische Schweinepest vor

In Rheinland-Pfalz fand eine ASP-Übung statt, bei der ein Teil des mobilen Zauns aufgebaut wurde. Das Land hat weitere 60 km Mobil-Elektrozaun bestellt und plant den KAuf von 40 km Festzaun.

Das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz setzt auf ein Bündel aus tierseuchen- und jagdrechtlichen Maßnahmen, um einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorzubeugen und um für den Krisenfall gewappnet zu sein.

Umweltministerin Ulrike Höfken nahm am Donnerstag an einer Übung teil, bei der ein Teilstück eines mobilen Elektrozauns zu Übungszwecken mit Vertretern des Kreises im Bereich des Forstamtes Neuhäusel aufgebaut wurde. Bislang hat das Umweltministerium 30 km mobilen Elektrozaun gekauft und einlagern lassen. Der Ausschreibungsprozess zum Kauf weiterer 60 km mobiler Elektrozaun durch das Land ist im Gange, ebenso der Ausschreibungsprozess für einen 40 km langen festen Zaun.

Der mobile Zaun wird im Bedarfsfall von einem rheinland-pfälzischen Unternehmen aufgebaut. Dort, wo es aufgrund geografischer Verhältnisse nicht möglich ist, in Teilbereichen Elektrozäune zu installieren, sollen hochkonzentrierte Duftstoffe als Vergrämungsmittel dazu beitragen, die Wildschweine fern zu halten.

Dieser Elektrozaun soll im Falle eines Punkteintrags zum Einsatz kommen, etwa wenn ein einzelner aufgefundener Wildschweinkadaver positiv auf ASP getestet wurde. Dabei wird der Bereich um die Fundstelle großflächig abgesperrt, teilt das Umweltministerium mit. Dies sei ein Unterfangen, das im Wald nicht einfach ist, etwa bei unwegsamen Gelände, daher sind bei der Übung auch lokale Akteure, etwa vom Forstamt eingebunden.

Zudem sei stets darauf zu achten, dass der Strom durch Sträucher und andere Vegetation nicht fehlgeleitet wird und somit seine Wirkungsweise verlieren würde, so das Ministerium weiter.

Die Erfahrungen mit der ASP in Tschechien zeigten, dass bei einer frühzeitigen Erkennung des Ausbruchsfalls, eine Umzäunung mit einer Kombination aus elektrischem Weidezaun und einem Duftzaun zur Wildabwehr, zusammen mit den anderen Maßnahmen das Abwandern potentiell infizierter Wildschweine vermeiden und so eine Weiterverbreitung der Seuche unterbinden könne. Bei dem Duftstoff handelt es sich um einen starken Geruch, ähnlich Fäkalgeruch. Er soll Wildschweine davon abhalten, sich dem Zaun zu nähern.


von Jörg Meyer

Lächerliche politik

Die wildschweinbestände müssen nachhaltig reduziert und nicht eingezäunt oder ausgesperrt werden, da wird man wohl bald ein stückweit mehr Realität an den Tag legen müssen. Es ist doch kein Ergebnis zu erwarten wenn alle anfangen Zäune zu bauen.

von Andreas Gerner

Hilfe naht !

Hab noch knapp 1000 m DDR Grenzzaun....

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