Immer mehr Schweinehalter nutzen WhatsApp

Für die Auswertung und den Austausch von Produktionsdaten zwischen Landwirten, Vermarktern und Schlachtindustrie wurden in den letzten Jahren verschiedene IT-Lösungen entwickelt. Um das Angebot zu optimieren, hat die Uni Bonn gemeinsam mit der IQ-Agrar Service GmbH eine Online-Umfrage durchgeführt. Hier die Ergebnisse.

Schneller Informationsaustausch per WhatsApp. (Bildquelle: Heil)

Für den Austausch von Produktionsdaten zwischen Landwirten, Vermarktungsorganisationen und der Schlachtindustrie sowie die Nutzung der ausgewerteten Daten für die Beratung wurden in den letzten Jahren verschiedene IT-Lösungen entwickelt. Eine davon ist das "IQ-Agrar Portal". Hier werden Schlacht- und Befunddaten, Lebensmittelketten-Informationen, Daten zum Salmonellen- und Antibiotikamonitoring sowie Tierbewegungsmeldungen über eine internetbasierte Datenbank ausgetauscht.

Doch obwohl diese Angebote speziell auf die Bedürfnisse der Erzeuger zugeschnitten sind, werden sie bisher nur teilweise genutzt.  Um das Online-Angebot noch besser auf die Bedürfnisse  der Landwirte, Berater und Beratungsorganisationen zuschneiden zu können, hat die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gemeinsam mit der IQ-Agrar Service GmbH von Juli bis Oktober 2017 eine Online-Umfrage durchgeführt. Insgesamt nahmen 410 Personen teil, davon 360 Landwirte und 50 Berater.

Inzwischen liegen die Ergebnisse vor. Die Wünsche für künftige digitale Dienstleistungen konzentrierten sich vor allem auf drei Punkte:

Auf die Frage, wie Landwirte und Berater im Beruf am liebsten untereinander kommunizieren, wurden am häufigsten E-Mails und der persönliche Kontakt genannt. Interessant ist jedoch, dass auch der Messaging-Dienst  „WhatsApp“ im beruflichen Alltag immer häufiger genutzt wird, insbesondere für Kurzinformationen wie z.B. Terminabsprachen.

Kritisiert wurde, dass noch immer manche Daten doppelt erfasst werden müssen. Beispiel Antibiotikamonitoring: Hier erfolgt einmal die Meldung für das QS-System und parallel dazu für das staatliche Monitoring. Das wird von den Befragten als Last empfunden.

Bei der Bewertung von „Schlachtdaten Online“ (altes System) und dem „IQ-Agrar Portal“ (neues System) wurde das neue Portal insgesamt als effektiver, produktiver und übersichtlicher bewertet. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns mit dem „IQ-Agrar Portal“ und der App „IQ-Agrar Mobil“, die noch in diesem Frühjahr veröffentlicht wird, auf einem guten Weg befinden", fasst Peter Schwaer, der Geschäftsführer von IQ-Agrar, die Ergebnisse der Umfrage zusammen.

In diesem Zusammenhang bedanken sich die Universität Bonn und die IQ-Agrar Service GmbH aus Osnabrück noch einmal ganz herzlich bei allen Teilnehmern für die Unterstützung!!
 
Wofür nutzen Sie WhatsApp? Und wofür setzten Sie den Messaging-Dienst in Ihrem Betrieb ein? Für die Absprache von Terminen, oder um Ihrem Tierarzt ein Foto von einem erkrankten Schwein zu zeigen? Um mit Ihrem Mäster bzw. Ferkelerzeuger beim Ferkel-Direktbezug schnell Infos auszutauschen? Schreiben Sie uns und berichten Sie kurz, für welche Zwecke Sie WhatsApp verwenden? Die interessantesten Lösungen stellen wir in einer der nächsten top agrar-Ausgaben vor und prämieren sie mit 80 €! Unsere Email-Adresse lautet: henning.lehnert@topagrar.com, Stichwort "WhatsApp"

Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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