Kastration

Improvac-Fleisch uneingeschränkt verwertbar

Es stimmt nicht, dass sich das Fleisch von Improvac-geimpften Ebern nur bedingt zur Schinken- und Wurstherstellung eignet, wie Versuche der TH Ostwestfalen-Lippe beweisen.

Die Speckauflage von Mastebern, die mit Improvac geimpft wurden, sei zu dünn, ihr Bauch zu mager und das Fett zu weich. Deshalb lasse sich das Fleisch dieser Schweine ebenso wie das von unkastrierten Ebern nur bedingt zur Herstellung von Schinken, Brüh- und Dauerwürsten nutzen. Diese Vorwürfe hört man von Metzgern und Fleischverarbeitern immer wieder, wenn es um die Verwertbarkeit von Improvac-Ebern geht.

Optisch keinerlei Unterschied

Doch was ist dran an diesen Vorwürfen? Mitarbeiter der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo haben die Probe aufs Exempel gemacht. In drei Versuchsdurchgängen haben sie aus dem Fleisch von Kastraten, Improvac-geimpften Ebern und dem von weiblichen Mastschweinen, die allesamt unter identischen Bedingungen gehalten wurden, verschiedene Fleischerzeugnisse hergestellt.

Das Ergebnis: Rein optisch war zwischen den Teilstücken von Improvac-Ebern, denen von weiblichen Mastschweinen oder denen von Kastraten kein Unterschied zu erkennen. Und auch bei der weiteren Verarbeitung traten kaum Unterschiede auf. Das Fleisch von mit Improvac geimpften Ebern ließ sich ohne Einschränkungen zu Brüh- und Rohwurst sowie Koch- und Rohschinken verarbeiten.

Bedenken unbegründet

Unter dem Strich kommen die Wissenschaftler daher zu dem Schluss, dass die Bedenken vieler Verarbeiter und Metzger gegenüber dem Fleisch von Improvac-geimpten Ebern unbegründet sind. Es wird daher höchste Zeit, dass sich weitere Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels und der fleischverarbeitenden Industrie für Improvac-behandelte Tiere öffnen, damit mehr Schweinemäster Erfahrungen mit dem Impfstoff und geimpften Tieren sammeln können. Die Zeit drängt, denn der endgültige Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration am 31.12.2020 kommt immer näher.


von Reiner Matthes

Genauso wie gentechnikfreie Lebensmittel

brauchen wir in Deutschland Improvac-freie Lebensmittel und einen Verband der diesen Wettbewerbsvorteil aktiv bewirbt und dem Verbraucher kommunziert! Da schwafeln die NGOs über Glyphosat - aber zu dem Thema Improvac hört man nix. --- Kein Wunder, die Hersteller von Improvac haben die ... mehr anzeigen

von Andreas Christ

Gentechnik frei

aber dann Stoffe spritzen die die Potenz zerstören. da doch lieber Kastraten- oder werden dann die männlichen Schweinchen geschrättert?

von Theo Strake

Warum blocken Schlachthöfe und LEH ??

Der Countdown läuft. Leider wissen viele Sauenhalter noch nicht was sie machen sollen. Es laufen zwar Versuche mit Improvac aber eine langfristige Abnahmezusage der Tiere bekommen wir nicht. Auch mehr Eber will keiner. Fast alle verlangen weiterhin kastrierte Tiere oder man droht mit ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

Wenn schon die Grundannahme zweifelhaft ist...

Welche Metzger (Handwerksbetriebe mit lokaler/regionaler Vermarktung) sollen das sein, die zu wenig Fett am Schlachtschwein bemängeln? Den Metzgern, die ich kenne, können Schlachtschweine aufgrund der "fettophoben" deutschen Kundschaft gar nicht mager genug sein, im Gegensatz zu den ... mehr anzeigen

von Klaus Goller

Sponsoring

Vielleicht lohnt sich ja das langjährige Sponsoring für Zoetis doch noch?!

von Gerhard Seeger

Es kann...

... ja auch nicht sein was nicht sein darf .... ?!?

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen