Teilnahmerekord

Initiative Tierwohl meldet 12,4 Mio. Mastschweine in neuer Programmphase

Schon Monate vor dem Start der dritten Programmphase der Initiative Tierwohl haben sich fast alle Schweinehalter angemeldet. Außerdem verlieh die ITW den Innovationspreis Tierwohl 2020.

Die Initiative Tierwohl (ITW) vermeldet einen entscheidenden Erfolg bei der Vorbereitung ihrer dritten Programmphase, die im Januar 2021 startet. Bereits Monate vor dem Start haben sich 3.696 Schweinehalter mit jährlich mehr als 21,1 Mio. Tieren angemeldet. Darunter befinden sich 3.031 Schweinemäster mit jährlich 12,4 Mio. Tieren.

Wie die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls mitteilt, entspricht die Anzahl der angemeldeten Mastschweine bereits zwei Monate vor dem Start der neuen Programmphase nahezu der aktuellen Menge an Mastschweinen im ITW-Programm.

Die Initiative Tierwohl strebt in der neuen Programmphase eine Ausweitung der Kennzeichnungsfähigkeit mit dem ITW-Siegel im Schweinefleischsortiment an. „Ähnlich wie das bei Geflügelfleisch seit 2018 bereits gelungen ist, wollen wir auch bei Schwein ermöglichen, dass ganze Sortimentsbereiche im Handel von der Haltungsform Stufe 1 in die Stufe 2 gehoben werden. Mit schon jetzt 12,4 Mio. Mastschweinen ist dieses Ziel greifbar geworden. Wir hoffen auf weitere Anmeldungen von Tierhaltern zum Start der neuen Programmphase ab Januar 2021“, so Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Initiative Tierwohl verleiht Innovationspreis Tierwohl

Unterdessen hat die ITW auch den diesjährigen Innovationspreis Tierwohl an drei Landwirte verliehen. Als vorbildlich erachtet die Jury den Schweinebuzzer, einen Geothermie-Stall und ein Stallsystem für Tierwohl von der Sauenhaltung bis zur Mast.

Gewinner

Die Initiative Tierwohl hat am 29.10.2020 zum zweiten Mal den Innovationspreis Tierwohl vergeben. (Bildquelle: ITW)

Plaz 1: Der Schweinebuzzer

Den mit 10.000 € dotierten ersten Preis erhielt Christoph Becker für seinen „Schweinebuzzer“. In seinem Maststall können die Tiere durch eine arttypische Wühlbewegung des Rüssels über eine spezielle Vorrichtung einen Pilztaster betätigen, der eine Schweinedusche auslöst. Christoph Becker hatte im Vorjahr den dritten Platz des Innovationspreis‘ Tierwohl belegt.

Platz 2: Stall mit Erdwärmetauscher

Der mit 7.000 € dotierte diesjährige zweite Preis erging an Tim Friedrichs, der das Stallklima seines Maststalls mithilfe eines Erdwärmetauschers reguliert. Er verbindet durch diese selbst konstruierte Lösung Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Tierwohl.

Platz 3: Tierfreundlicher Stallumbau

Der dritte Preis war mit 5.000 € dotiert. Ihn erhielten Kerstin und Torsten Deye für den Umbau ihres Stallsystems, das von der Sauenhaltung über die Ferkelaufzucht bis hin zur Mast Tierwohl-Aspekte einschließt. Das System beinhaltet unter anderem ein tierfreundliches Deckzentrum für die Sauen, einen Aktivbereich für Ferkel und Außenklimabereich mit Stroh für die Mast.

Zur Vorstellung der Betriebe + Videos

„Wir sind erfreut und zutiefst beeindruckt vom Erfindergeist und der Machermentalität unserer Preisträger“, sagte Hinrichs am Donnerstag. „Landwirte, die sich für das Tierwohl so engagieren wie die Preisträger, können inspirieren und motivieren. Wir möchten mit dem Innovationspreis Tierwohl dazu beitragen, dass Landwirte motiviert bleiben sich für Tierwohl einzusetzen und die Öffentlichkeit ein wenig mehr über dieses Engagement erfährt.“

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast lobte die Preisträger in einem Grußwort. Die Laudationes hielten Prof. Dr. Lars Schrader (Friedrich-Loeffler-Institut), Prof. Dr. Folkhard Isermeyer (Thünen-Institut) und Prof. Dr. Harald Grethe (Albrecht Daniel Thaer-Institut).


Diskussionen zum Artikel

von Jürgen Albers

Ziel verfehlt!!!

Die ITW hat im Vorfeld verkündet es sei großes Ziel viele Ferkelerzeuger für die 3. ITW Runde zu gewinnen. Dieses Ziel wurde ja wohl gründlich verfehlt!!! Die Gründe hierfür liegen offensichtlich auf der Hand: 1. Für gleiche Leistungen wurde den Ferkelerzeugern die Vergütung ... mehr anzeigen

von Markus Steverding

Nur 660 Ferkelerzeuger!!

In dem Artikel kommen kommen mir die Ferkelerzeuger ein wenig zu kurz! Könnte es daran liegen das man da im Verhältnis extrem gekürzt hat gegenüber vorher? Und jetzt bei einigen die Motivation fehlt, sogar die noch mehr Bedingungen für weniger Geld umzusetzen. Nur mal so zum überlegen.

von Robert Frank

Und ...

Wohin mit den Schweinen , wenn sich schon einige Schlachthöfe dazu entschieden haben nicht daran Teilzunehmen.!?

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