4.416 Schweinehalter zugelassen

Initiative Tierwohl weiter auf der Erfolgswelle

Die Initiative Tierwohl (ITW) meldet einen erfolgreichen Abschluss ihrer verlängerten Anmeldung für die dritte Programmphase von 2021 bis 2023.

Die Initiative Tierwohl (ITW) „reitet“ weiter auf der Erfolgswelle. Nachdem sich während des ersten Abschnitts der aktuellen Anmeldephase im September und Oktober bereits 3.677 schweinehaltende Betriebe angemeldet hatten, konnte die ITW durch die Verlängerung der Anmeldephase für das ITW-Programm 2021 bis 2023 weitere 739 Betriebe hinzugewinnen.

In den Ställen der bislang angemeldeten Sauenhalter, Ferkelaufzüchter und Mäster werden daher ab dem Jahr 2021 voraussichtlich jährlich rund 24,7 Mio. Schweine gehalten, darunter 14,6 Millionen Mastschweine.

„Die Anzahl der bereits jetzt angemeldeten Tiere stimmt uns zuversichtlich“, erläutert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Und durch die verlängerte Anmeldephase konnten wir noch einmal über zwei Millionen Mastschweine zulassen, die ab 2021 jährlich von der ITW profitieren. Auch freut uns, dass wir weitere 121 Sauenhalter und Ferkelaufzüchter davon überzeugen konnten, sich ab 2021 weiterhin in der ITW zu engagieren. Insgesamt stellt die erfolgreiche Anmeldephase ein starkes Signal dar.“

Die Initiative Tierwohl strebt in der neuen Programmphase die Ausweitung der Kennzeichnungsfähigkeit mit dem ITW-Siegel im Schweinefleischsortiment an. Ähnlich wie das bei Geflügelfleisch seit 2018 bereits gelungen ist, ist es das erklärte Ziel der ITW, auch bei Schwein die Umstellung ganzer Sortimentsbereiche im Handel von der Haltungsform Stufe 1 in die Stufe 2 zu ermöglichen.

Initiative Tierwohl bei Verbrauchern immer bekannter

von Alfons Deter

Geflügelfleisch der ITW

Geflügelfleisch der ITW (Bildquelle: Pressebild)

Die ITW teilt zudem mit, dass die Kennzeichnung laut einer forsa-Umfrage immer bekannter bei deutschen Verbrauchern wird. Seit nunmehr drei Jahren finden über 90 % der Verbraucher das Konzept der ITW gut oder sehr gut – im Dezember 2020 sind es 92 %, heißt es.

Das Produktsiegel der ITW hätten inzwischen 35 % der Verbraucher bewusst auf Verpackungen wahrgenommen. „Die Ergebnisse stellen eine Anerkennung der gemeinsamen, nachhaltigen Anstrengungen all der Partner aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel dar“, erklärt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Es ist gut, dass auch die deutschen Verbraucher unser gemeinschaftliches Engagement über Branchengrenzen hinweg für mehr Tierwohl zu schätzen wissen. Wir gehen davon aus, dass die Initiative Tierwohl im nächsten Jahr noch wesentlich sichtbarer für die Verbraucher wird.“

Die ITW plant die weitere Verbreitung ihres Siegels. Im Januar 2021 startet das neue ITW-Programm für die Landwirte. Konnten seit 2018 Geflügelfleischprodukte mit dem ITW-Siegel gekennzeichnet werden, so ermöglicht die Initiative das im neuen Programm auch in großem Umfang für Schweinefleischprodukte. 70 % des in Deutschland geschlachteten Geflügels und 24 % der in Deutschland erzeugten Mastschweine stammen bereits jetzt aus teilnehmenden Betrieben der ITW.

Haltungsform-Kennzeichnung überzeugt Verbraucher

Auch von der Haltungsform-Kennzeichnung im Lebensmitteleinzelhandel ist laut ITW eine deutliche Mehrheit der Deutschen überzeugt. Laut der forsa-Befragung finden 87 % der Verbraucher sie gut oder sehr gut. 49 % der Verbraucher haben die Haltungsform-Kennzeichnung bereits bewusst beim Einkauf wahrgenommen. 93 % der Befragten finden im Dezember 2020, dass sich alle Lebensmitteleinzelhändler an der Haltungsform-Kennzeichnung beteiligen sollten, und 79 % der Verbraucher sind davon überzeugt, dass die Kennzeichnung zu einem bewussteren Einkaufsverhalten der Verbraucher führen wird, bei dem sie das Tierwohl stärker berücksichtigen werden.

Verbraucher finden die Haltungsform-Kennzeichen inzwischen deutschlandweit in insgesamt über 20.000 Filialen von Aldi Süd, Aldi Nord, EDEKA, Kaufland, LIDL, Netto, Penny und REWE. Die teilnehmenden Händler kennzeichnen derzeit durchschnittlich um die 90 % der betreffenden Gesamtware von Schwein, Hähnchen, Pute und Rind mit der Haltungsform-Kennzeichnung.


Diskussionen zum Artikel

von Christian Bothe

ITW

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