Schweinehaltung

Intensivregionen in Holland stocken Schweinebestände ab

In der Region Nordbrabant ist die Zahl der Schweine Ende 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt stark gesunken. Fachleuten zufolge setzt sich der Rückgang auch in den kommenden Jahren fort.

Die Zahl der in den Niederlanden gehaltenen Schweine dürfte zuletzt zurückgegangen sein. Die niederländische Statistikbehörde (CBS) beziffert den Schweinebestand für Ende 2019 vorläufig auf 12,14 Mio. Tiere. Das sind 2,4 % weniger Schweine als zum Vorjahreszeitpunkt. Fast die Hälfte der Schweine, nämlich 5,76 Mio. Tiere, wurden in der Provinz Nordbrabant gehalten. Dort stellten die Statistiker auch die absolut kräftigste Bestandsabstockung fest. Ende 2018 waren in dieser Provinz noch 193.000 Tiere mehr registriert worden.

Der Rückgang des Schweinebestandes in Nordbrabant dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis 2022 müssen die Ställe nämlich deutlich strengeren Umweltschutzanforderungen genügen, die vor allem die Verringerung des Ammoniakausstoßes betreffen. Fachleuten zufolge können viele Schweinehalter die dafür erforderlichen Investitionen nicht stemmen. Außerdem fehlten häufig Hofnachfolger. Die niederländische Regierung hat deshalb im November 2019 das Programm „Warme Sanierung“ gestartet, für das ein Etat von insgesamt 180 Mio. € für den Aufkauf von Produktionsrechten und für Ausgleichszahlungen für ausstiegswillige Schweinehalter bereitsteht.


Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Ist ja alles kein Problem -

solange die Spanier, Brasilianer und Amis kräftig aufstocken, solange bleiben die Regale in den Discountern Hollands voll. Frei nach dem Motto: Für was braucht man Bauern, wir haben doch ALDI, LIDL und Co.? Besonders die Niederländer haben ja mittlerweile schon ein Problem. Haben sie doch die höchste Bevölkerungsdichte Europas (ca. 510 EW/km²) als Flächenstaat. Da wird es in jeder Hinsicht dann ein bißchen eng, wenn man auch noch eine intensive Landwirtschaft hat, schließlich braucht man dann eher Flächen als Baugrund und für die Infrastruktur. Ob diese Entwicklung aber so sinnvoll ist, darüber sollten sich die Verantwortlichen schon mal Gedanken machen.

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