Kastration: Injektionsnarkose ist am teuersten Premium

Wie praktikabel sind die Kastrationsalternativen und welche Mehrkosten entstehen? Auf Haus Düsse wurden gestern Ergebnisse von zwei Modell- und Demonstrationsvorhaben präsentiert.

Die Kastrationsnarkose per Injektion von Ketamin und Azaperon verursacht von allen Alternativverfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration mit Abstand die höchsten Kosten. Der Grund dafür sei die lange Nachschlafphase der Ferkel von im Schnitt fünf Stunden und die Anwesenheitspflicht des Tierarztes während der Narkose bzw. Aufwachphase.

Zu diesem Ergebnis kommt Mandes Verhaagh vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft in Braunschweig. Der Wissenschaftler stellte gestern zusammen mit Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer NRW, des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH), des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), der Universitäten Bonn und Gießen, der DLG und der Sozialversicherung für Landwirtschaft und Gartenbau im Versuchs- und Bildungszentrum Haus Düsse Ergebnisse des Modell- und Demonstrationsvorhabens (MuD) „PraxiKaPIK/A“ vor.

Hintergrund: Zur praktischen Erprobung der chirurgischen Ferkelkastration unter Betäubung und postoperativer Schmerzausschaltung in der konventionellen und in der ökologischen Ferkelerzeugung hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im Rahmen der Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz zwei Projekte bewilligt. Auf der Düsse wurden gestern die Ergebnisse zur arbeitswirtschaftlichen und ökonomischen ...

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Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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