Ausstieg aus betäubungsloser Ferkelkastration

Kastration: Tri-Solfen bald zugelassen? Premium

Nimmt die Diskussion um den „Vierten Weg“ bei der Ferkelkas­tration, also die lokale Betäubung durch den Landwirt, doch noch Fahrt auf?

Das in Australien und Neuseeland nach Angaben des Herstellers „Medical Ethics“ bereits bei mehr als 100 Mio. Schafen, Rindern und Ferkeln eingesetzte Kombipräparat „Tri-Solfen“ weckt zurzeit große Hoffnungen. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat der Hersteller bereits die Zulassung beantragt. Im Juli 2019 erfolgen zudem Gespräche mit der dafür in Deutschland zuständigen Bundesanstalt für Landwirtschaft und...

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von Günter Schanné

Ferkelkastration

@ Paul Siewecke: Das Tierschutzgesetz verlangt von der örtlichen Betäubung für die Ferkelkastration durch den Nichttierarzt eine Schmerzausschaltung, nicht von der Immunokastration. Die Immunokastration erfolgt bei Mastläufern bzw. 4 Wochen später bei Mastschweinen, und das Verfahren ist eine Injektion wie sie die Schweine vorher auch schon bei der Verabreichung anderer Substanzen erlebt haben. §5 Abs. 1 TierSchG besagt:" 1An einem Wirbeltier darf ohne Betäubung ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht vorgenommen werden. 2Die Betäubung warmblütiger Wirbeltiere sowie von Amphibien und Reptilien ist von einem Tierarzt vorzunehmen. 4Dies gilt ferner nicht für einen Eingriff im Sinne des § 6 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2a TierSchG, soweit die Betäubung ohne Beeinträchtigung des Zustandes der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit, ausgenommen die Schmerzempfindung, durch ein Tierarzneimittel erfolgt, das nach arzneimittelrechtlichen Vorschriften für die Schmerzausschaltung bei diesem Eingriff zugelassen ist.

von Günter Schanné

Immunokastration

Die Immunokastration ist wesentlich schmerzärmer als die blutige Kastration mit lokaler Betäubung. Tri-Sulfen wird bis zum 31.12.2020 keine europäische Zulassung erhalten. Die genannten Bestandteile haben bis heute keine Zulassung für die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren. Entscheidend ist, das die Schmerzausschaltung wissenschaftlich nachgewiesen wird. Für den asiatischen Markt unsere Ferkel zu misshandeln ist sozial verwerflich.

von Paul Siewecke

völlige Schmerzausschaltung...

dann sollten die Versuchsveterinäre aber auch scharfe Skalpellklingen benutzen! Alternativ: ist denn dann eigentlich die Immunokastration völlig schmerzfrei? Immerhin gibt es dazu mindestens 2 Injektionen, die pieken doch ungemein.....

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