Ferkelkastration

Kastrationsverfahren: Niederländer fordern gegenseitige Anerkennung Plus

QS muss die CO2-Narkose als zugelassenes Narkoseverfahren dauerhaft anerkennen. Das fordert Linda Janssen-Verriet, Vorsitzende der Interessengemeinschaft der niederländischen Schweinehalter.

Frau Janssen, welche Spielregeln gelten aktuell für die Ferkelkastration in den Niederlanden?

Janssen: In den Niederlanden ist die betäubungslose Kastration bereits seit mehreren Jahren verboten. Seit 2009 kastrieren die niederländischen Ferkelerzeuger Jungeber unter CO2-Narkose. Und seit diesem Jahr müssen die Landwirte den Ferkeln nach der Kastration zusätzlich ein schmerzstillendes Mittel verabreichen. In den Niederlanden sind dafür zwei Schmerzmittel zugelassen. Die Landwirte müssen den Einsatz des Narkosegases mittels Verbrauchszähler am Kastrationswagen belegen. Der Verbrauch des Schmerzmittels muss mittels Arzneimittelbuch und Tierärzterechnung nachgewiesen werden.

Warum fiel die Entscheidung für die CO2-Narkose?

Janssen: Bevor wir in den Niederlanden mit der Kastration unter Narkose starteten, haben wir viel geforscht, um die beste Methode zu finden. Die Aussage der Forscher war und ist, dass es keine eindeutig beste Methode gibt. Bei jedem Verfahren gibt es etwas zu kritisieren. Wir haben uns schließlich für CO2 entschieden, da z.B. das Narkosegas Isofluran bei uns nicht zugelassen ist. Die Entscheidung für CO2 haben...


Diskussionen zum Artikel

von Günter Schanné

Inhalationsnarkose

CO2 ist bei uns als Narkotikum für Ferkel 1. nicht zugelassen und 2. auf dem deutschen Tierarzneimittelmarkt nicht verfügbar. Was es nicht gibt und arzneimittelrechtlich nicht zugelassen ist, kann auch nicht anerkannt werden. Halothan ist offenbar auf dem niederländischen ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Umsetzen

Ich fände es aber wesentlich besser, wenn Schlachtbetriebe, LEH und Verbraucher ihre Forderungen nach dem Schutz unsere Mitgeschöpfe in der Realität umsetzen würden. Und nicht nur die Politik.

von Karlheinz Gruber

Entweder gleiche Mittel

oder gar nicht. IN der Tierhaltung wie im Pflanzenbau. nur so kann verzerrender Wettbewerb verhindert werden. Wer nicht nach deutschen Standards produziert hat halt dann das nachsehen. Sonst haben wir es, und da habe ich dann ein Problem, daß ich nicht haben will

von Eckard Wendt

CO2-Betäubung ist auch bei der Kastration Tierquälerei!

Winnie Bürger empfehle ich, bei der Anwendung von Isofluran zuzuschauenund sich Videos von der CO2-Betäubung anzusehen. Anschließend, da bin ich mir sicher, wird es einen Rückzieher geben. Isofluran ist ein umwelt- und gesundheitsschädigendes Gas, aber durch technische Vorkehrungen ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Isofluran

macht die Ferkel bewegungsunfähig....beim CO2 werden sie fast erstickt und danach wiederbelebt... Wie gesagt..ist alles eine echte Qual für Tier und Mensch ....dank unserer unfähigen Tierschützer, Medien und Politik!!!

von Winnie Bürger

EU-Standard

War es nicht einmal das Ziel einer Europäischen Union, gemeinsame Standards, einen gemeinsamen Markt zu schaffen? Viel ist in der Richtung leider nicht zu verzeichnen, dabei wäre es eine Grundvoraussetzung um gegenseitiges Konkurrieren überflüssig zu machen. Die Niederlande ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Narkose

Das gleiche Mittel wird bei Säuglingen und Kindern angewandt - weil es mehr Vorteile als Nachteile hat!!!! Klimaschutz - wenn Wir so weiter schwetzen sind wir alle Opfer und Verlierer unserer Diskussion! Politiker haben uns diese Halbwahrheiten aufgetischt und Wir können uns dran ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Alles was in den Niederlanden zugelassen ist

wir hier auch erlaubt.... gefällt mir gut :-) So lange unsere deutsche Regierung nicht kapiert dass wir mindestens einheitliche Standards in der EU brauchen,darf QS die Co2 Ferkel nicht anerkennen ! Schweine/Fleisch muss für den Verbraucher dann eben knapper und teurer werden.Der ... mehr anzeigen

von Heinz-Josef Elpers

Gegenseitige Anerkennung

Dann sollten die Holländer es anerkennen, das wir solche Ferkel nicht brauchen!

von Christoph Blankenburg

Nicht brauchen...

... oder nicht wollen? Egal wie wir es drehen oder wenden, die Politik unserer Regierung führt zu massiven Verwerfungen in der Schweinebranche und das dürfte in eine gesellschaftlich keineswegs gewollte Richtung gehen.

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