Kommentar

Kein Kahlschlag in der Nutztierhaltung!

Es liegt nicht am Markt, dass die Veredeler so frustriert sind und zunehmend aufgeben. Es sind die Auflagen, die Perspektivlosigkeit sowie der fehlende politische und gesellschaftliche Rückhalt.

Es sind erschreckende Zahlen, die die ISN-Umfrage kürzlich unter 1.048 Schweinehaltern zur Zukunft der Schweinehaltung ans Tageslicht gefördert hat:

  • 60% der Sauenhalter und 40% der Schweinemäster wollen in den nächsten zehn Jahren aus der Produktion aussteigen. In Süddeutschland liegen die Prozentanteile sogar noch höher.

  • Zwischen 10 und 22% der Sauenhalter wollen bereits in zwei Jahren Schluss machen. Bei den Mästern ist die Situation ähnlich. Vorwiegend sind es die kleineren Betriebe.

Ganz deutlich zeigt die Umfrage, dass die Veredler frustriert und vor allem von der Politik enttäuscht sind. Hauptgründe sind die Summe der Auflagen, die Perspektivlosigkeit sowie der fehlende politische und gesellschaftliche Rückhalt. Die Ökonomie rangiert als Ausstiegsgrund erst dahinter. Angesichts der derzeit katastrophalen wirtschaftlichen Lage hätte man diesen Ausstiegsgrund auf den vorderen...


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Schweinehalter in der Krise

ISN: „Es brennt lichterloh in der Schweinehaltung!“

vor von Andreas Beckhove

„Jeder zweite deutsche Schweinehalter will aussteigen“. Diese mahnende Botschaft schickt die ISN an die Ampel-Parteien in Berlin. Der Politik unterstellt sie „unterlassene Hilfeleistung“.

Laut den Ergebnissen einer Umfrage der ISN steht ein massiver Strukturwandel in der Schweinehaltung bevor. Insbesondere kleinere Betriebe planen kurzfristig den Ausstieg.