Krüsken: „Fünf vor 12 für die Sauenhaltung“

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken fordert die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern auf, verlässliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung in Deutschland zu schaffen. „Vor allem für die Sauenhalter ist es fünf vor 12.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken fordert die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern auf, verlässliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung in Deutschland zu schaffen. „Vor allem für die Sauenhalter ist es fünf vor 12. Unsere Betriebe stehen voll im innereuropäischen Wettbewerb, müssen den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration und dem Kupieren der Schwänze bewältigen und sollen nun gleichzeitig neue Anforderungen für ihre Stallanlagen umsetzen", sagte Krüsken anlässlich der Agrarministerkonferenz.

Bei aller Notwendigkeit, die Schweinehaltung weiterzuentwickeln, sehe er die Gefahr, dass so viele bäuerliche Betriebe in den Ausstieg getrieben würden. Der ohnehin schon laufende Exodus der Ferkelerzeugung in andere europäische Länder werde massiv beschleunigt, warnt Krüsken.

Es gelte, ein Gleichgewicht zwischen der Investitionssicherheit für neue Ställe und für Investitionen in höhere Tierwohlstandards auf der einen und einer Perspektive für bestehende Betriebe auf der anderen Seite zu finden. Die Agrarministerkonferenz müsse dies insbesondere bei der Neuregelung der Anforderungen für Kastenstände und Abferkelbuchten und durch die Schaffung weiterer Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration berücksichtigen. „Wir brauchen praktikable Lösungen mit echtem Mehrwert für den Tierschutz“, so Krüsken
 
Der DBV-Generalsekretär drängt auch auf bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in mehr Tierwohl und eine bessere Tierhaltung. Die bau- und umweltrechtliche Genehmigungspraxis sei in vielen Regionen zu einem „nahezu unüberwindbaren Hindernis“ geworden. Die Folge ist eine große Verunsicherung bei den Tierhaltern sowie eine erhebliche Beeinträchtigung der Bereitschaft zu solchen Investitionen. „Wenn es hier keine Vereinfachungen im Genehmigungsrecht gibt, ist der Weg zu mehr Tierwohl blockiert.“

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