Förderung

Landvolk Niedersachsen kritisiert Umbauprogramm Tierhaltung

Hubertus Berges vom Bauernverband Niedersachsen fordert angesichts der ASP mehr Flexibilität bei den Fristen. Für falsch hält er auch, dass der Stallumbau eine Kapazitätserweiterung ausschließt.

Das Landvolk Niedersachsen kritisiert das Investitionsprogramm zur Förderung von Stallumbauten des BMEL.

„Das Programm ist in seiner jetzigen, sehr bürokratischen Form nicht praktikabel“, betont der Vorsitzende des Veredlungsausschusses im Landesbauernverband, Hubertus Berges. „Wir Schweinehalter und -mäster benötigen aufgrund der aktuellen Situation und den Verwerfungen am Markt - hervorgerufen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) - mehr Flexibilität bei den Fristen“, fordert Berges Nachbesserungen.

Berges kritisiert weiter, dass eine Investition nur dann finanziell gefördert wird, wenn keine Vergrößerung des Tierbestandes erfolgt und der geförderte Stall nach Inbetriebnahme mindestens zwölf Jahre so betrieben wird. Die größte Hürde sieht er aber darin, dass die Umbaumaßnahme erst nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheids begonnen werden darf und bereits bis Ende 2021 abgeschlossen sein muss. „Das ist nicht praktikabel“, so Berges.

Der Landwirt gibt weiter zu bedenken, dass sich für viele Schweinehalter derzeit eher die Frage stelle, ob sie angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überhaupt noch weitermachen sollten. „Ich befürchte, dass viele Sauenhalter aufgrund der aktuellen Lage nicht auf das Konjunkturprogramm zurückgreifen werden“, so die Einschätzung des Ausschussvorsitzenden.


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