LBV Brandenburg strebt offene Diskussion auf der Grünen Woche an

Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche kritisiert der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) Organisationen, die monatealtes Beweismaterial für Tierschutzverstöße verzögert veröffentlichen. Der LBV-Präsident Hendrik Wendorff sprach sich für eine ehrliche Diskussion in puncto Tierhaltung aus und forderte auf, Vertrauen zurückzugewinnen.

Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) will Organisationen anzeigen, die zur Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin monatealtes Beweismaterial für Tierschutzverstöße veröffentlichen. Durch die Verzögerung der Vorlage solchen Materials würden die Organisationen „wissentlich zu einer Verlängerung des Tierleids beitragen“, kritisierte LBV-Präsident Henrik Wendorff am vergangenen Freitag im Vorfeld der IGW 2019. Dabei könnte dies mit einer rechtzeitigen Anzeige bei den Ordnungsbehörden verhindert werden.

Der LBV-Präsident sprach sich für eine offene und direkte Diskussion zum Thema Tierhaltung aus. Er räumte „Versäumnisse bei der Haltung und Tötung von Nutztieren“ ein, die in jüngster Zeit öffentlich geworden seien. Als Vertreter des Berufsstandes werde man auf der IGW in Berlin verstärkt über die eigene Verantwortung und über die tieferliegenden Ursachen informieren und mit interessierten Verbrauchern „auch unangenehme Dinge“ bereden.

Wendorff forderte die Messebesucher auf, Branchenvertreter gezielt anzusprechen. Wo Vertrauen erschüttert worden sei, müsse man es zurückgewinnen. Der LBV wolle „mit Nachdruck“ eine ehrliche Debatte über das Konsumverhalten der Verbraucher, die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels, niedrige Erzeugerpreise und den ökonomischen Druck auf die Landwirte anregen, aber auch über das Gehaltsniveau der Mitarbeiter in der Landwirtschaft, das es auch immer schwieriger mache, geeignetes Personal zu finden.


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Der LBV-Präsident

macht das richtig.

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