Schweineschlachtungen

Leere Bänder in Dänemarks Schlachthöfen

In Dänemark kämpfen die Schlachthöfe zusehends mit der Rohstoffbeschaffung, ihnen fehlen Schlachtschweine.

Leere Produktionsbänder kosten viel Geld. Genau mit diesem Problem kämpfen die dänischen Schlachthöfe mehr und mehr. Denn in Dänemark ist die Zahl der geschlachteten Schweine im vergangenen Jahr nochmals stark gesunken. Nach vorläufigen Daten des Dachverbandes der dänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) kamen nur knapp 17 Mio. Tiere an den Haken; das entsprach im Vorjahresvergleich einem Minus von 1,32 Mio. Stück. Zuletzt waren im Jahr 1990 weniger Tiere geschlachtet worden.

Ferkelexport brummt

Deutliche Zuwächse verzeichnete man im Nachbarland im vergangenen Jahr hingegen bei den Lebendausfuhren von Schweinen. Sie nahmen laut L&F gegenüber 2018 um rund 471.200 Tiere beziehungsweise 3,2 % auf den neuen Rekordwert von 15,15 Mio. Stück zu. Maßgeblich dafür war erneut der florierende Ferkelhandel. Insgesamt führte Dänemark im vergangenen Jahr fast 15 Mio. Ferkel aus; das waren 490.000 mehr als 2018. Leichte Zuwächse gab es auch bei der Ausfuhr von Schlachtschweinen, ihre Anzahl nahm gegenüber 2018 um 3,4 % auf 242.140 Tiere zu. Dagegen halbierte sich der Auslandsabsatz von Sauen auf 23.800 Stück.

Die höheren Lebendausfuhren, aber vor allem das geringere Schlachtaufkommen wirkten sich 2019 negativ auf Dänemarks Fleischexporte aus, für die allerdings erst Daten von Januar bis Oktober vorliegen. Demnach ging in diesem Zeitraum der internationale Schweinefleischverkauf gegenüber der Vorjahresperiode um 10,3 % auf knapp 1,15 Mio. t zurück. Zwar konnte dabei der Drittlandsabsatz wegen des flotten Chinageschäftes um 18,7 % auf 527.000 t zulegen; die Verkäufe auf dem EU-Binnenmarkt verringerten sich jedoch spürbar um 25,7 % auf 620.630 t.

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