Kastration

Linke fordern Ende der chirurgischen Ferkelkastration

Die Linksfraktion plädiert dafür, komplett auf die chirurgische Ferkelkastration zu verzichten.

Die Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, hat der Bundesregierung fehlenden Willen für einen vollständigen Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration vorgeworfen. Statt eine verbindliche Branchenvereinbarung zum Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration voranzutreiben, sieht sie "die aus Tier- und Arbeitsschutzsicht inakzeptable Öffnung der Isofluran-Methode für Tierhaltende auch weiter als Wohltat“, monierte Tackmann am Montag vergangener Woche in Berlin.

Landwirten sollen alle Alternativen offen stehen

Tackmann reagierte damit auf eine Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf ihre schriftliche Anfrage zum Thema Ferkelkastration und zur Haltung der Regierung zur chirurgischen Kastration. In der Antwort hatte das Berliner Agrarressort betont, dass den Landwirten alle drei Alternativerfahren für die betäubungslose Ferkelkastration offen stehen sollten. Dazu zähle neben der Ebermast und der Immunokastration auch die Isoflurannarkose, die von Landwirten selbst durchgeführt werden könne und wofür es Anschaffungszuschüsse für Geräte gebe.

Konsequentes Ende der chirurgischen Kastration gefordert

Für Tackmann stellt die Isoflurannarkose hingegen ein „Kniefall vor der Schlachtindustrie auf Kosten der Ferkel“ dar. Die Bundesregierung lasse sich, so Tackmann, weiter durch die Schlachtkonzerne erpressen, die den Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration weiter blockieren. Ihrer Ansicht nach sei ein konsequentes Ende der chirurgischen Ferkelkastration erforderlich. Nur so könne der Tierschutz realisiert und den Betrieben Planungssicherheit gegeben werden.

Ebermast und Immunokastration

Die Fraktion der Linken sei überzeugt, dass mit der Ebermast und der Immunokastration zwei alternative Verfahren zur chirurgischen Ferkelkastration existierten, die alle Erfordernisse an Tierschutz, Rechtsicherheit und Wirtschaftlichkeit erfüllten und international längst anerkannt seien. Die Bundesregierung müsse aus dem Beobachtungsmodus raus und ihre Rolle als Zaungast beim Ausstieg aus der chirurgischen Kastration beenden, forderte Tackmann. Es bedürfe richtiger Lösungen und keiner faulen Kompromisse.


von Benjamin Ziegler

Was ist bloß aus der Partei der Arbeiter und Bauern geworden? Früher hätte die Akademie der Landwirtschaftswissenschaften einen Forschungsauftrag bekommen und wenn der 4. Weg als beste Lösung raus kam wäre es auch akzeptiert und umgesetzt worden...

von Stefan Hezel

was unterscheidet die Linke von den Grünen???? Diese politische Einheitbrei sucht seines gleichen.

von Günter Schanné

Zur Immunokastration

Geruchsauffällige Schweinehälften kommen nicht in den Lebensmittelverkehr, weil sie bei der Fleischuntersuchung auffallen und ausgesondert werden. Ihre Häufigkeit ist ausserordentlich gering, sofern der Schweinemäster die zweimalige Impfung sorgfältig durchgeführt hat.

von Bernhard ter Veen

Lebensmittel

für die ABFALLTONNE oder für Hundefutter produzieren... ist es DAS was damit gewollt ist ??? jeder der diesen UNSINN unterstützt DARF nichts anderes als eben diesen zu essen bekommen! Oder lass uns doch gleich die Wölfe damit füttern...dann brauchen die auch keine Nutztiere mehr reissen ...

von Markus Grehl

Stinker in die Kantine des Bundestages

Ich bin dafür, dass es zukünftig nur noch Schweinefleisch von geruchsauffälligen Ebern in der Kantine des Bundestages zubereitet werden darf. So haben die Damen und Herren mal die Möglichkeit das auszulöffeln was sie täglich einbrocken...

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