Land schafft Verbindung

LsV will sich breiter aufstellen

Nachdem die Schwerpunkte bisher auf der Düngeverordnung und dem Insektenschutzprogramm der Bundesregierung gelegen hätten, will sich "Land schafft Verbindung" jetzt weiteren Themen zuwenden.

Die Initiative „Land schafft Verbindung“ (LsV) Deutschland will sich von der Zustimmung des Bundesrates zur Novelle der Düngeverordnung nicht entmutigen lassen. Zwar sei man enttäuscht von der Entscheidung der Länderkammer, sagte LsV-Sprecher Dirk Andresen in der vergangenen Woche in einem Gespräch mit der Landesgruppe Berlin-Brandenburg im Verband Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ). Man habe das Thema jedoch „noch nicht vollständig abgehakt“. Andresen rief die Landesbauernverbände dazu auf, dem Beispiel des Landvolks Niedersachsen zu folgen und Gutachten zu den Nitratmessstellen in Auftrag zu geben. „Ich gehe davon aus, dass sich die in Niedersachsen festgestellten Mängel auch in anderen Ländern finden lassen“, so der LsV-Sprecher. Dies wäre seiner Auffassung nach eine wichtige Grundlage, um juristisch gegen die Düngeverordnung vorzugehen.

Andresen zog ein positives Fazit der bisherigen Arbeit von „Land schafft Verbindung“. Mit den Protesten sei es gelungen, Bevölkerung und Politik für die Probleme der Landwirtschaft zu sensibilisieren. LsV sei inzwischen als Gesprächspartner und wichtige Stimme der Bauern anerkannt. Nachdem bisher die Schwerpunkte auf der Düngeverordnung und dem Insektenschutzprogramm der Bundesregierung gelegen hätten, werde man sich nunmehr weiteren Themen zuwenden. Der Schweinebauer nannte die Milchpolitik und die anstehende Entscheidung im Bundesrat zur Neuregelung der Kastenstandhaltung von Sauen. Auch die Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft werde man sehr ernst nehmen. Gefordert sieht Andresen dabei aber vor allem die Politik. Sie müsse sagen, welche Rahmenbedingungen sie setzen wolle: „Wir Bauern müssen dann klären, ob wir damit zurechtkommen.“

Auf gutem Weg sieht Andresen die strukturelle Entwicklung von LsV. Nachdem sich auf Landesebene Organisationen in Form von Vereinen gebildet hätten, gehe es nunmehr auch um die weitere Arbeit auf Bundesebene. Hier sehe man eine wichtige Funktion in der Rolle als Partner im Dialog mit der Gesellschaft. Eine Professionalisierung der Arbeit könne etwa erreicht werden, indem die Öffentlichkeitsarbeit unter Hinzuziehung von Agenturen schlagkräftiger werde.


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