Lüftungsfehlern auf der Spur

Das Stallklima hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Schweinen. Um die Früherkennung von Lüftungsfehlern und das Ergreifen von Gegenmaßnahmen zu erleichtern, hat die Nutztierforschung der niederländischen Universität Wageningen jetzt fünf einfache Indikatoren benannt.

Schadgas-Messung im Tierbereich. (Bildquelle: Heil)

Das Stallklima hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Schweinen. Um die Beurteilung des Stallklimas und das Ergreifen von Gegenmaßnahmen zu erleichtern, hat die Nutztierforschung der niederländischen Universität Wageningen jetzt fünf Indikatoren benannt. Mit ihrer Hilfe sollen Schweinehalter, Tierärzte und Berater noch schneller beurteilen können, ob die Luftqualität im Stall in Ordnung ist oder ob schnell gegengesteuert werden muss.
 
Zu den Indikatoren gehören:

Die Qualität der Stallluft sei stark mit der Außentemperatur verknüpft, argumentieren die Wageninger Experten. Wenn es draußen kalt sei, werde im Stall weniger intensiv gelüftet und die Schadgaskonzentration steige an. Sei es dagegen zu warm, suchen die Schweine in den feuchten Kotecken Abkühlung. Dadurch verschmutzen die Tiere stärker.
 
Die Luftqualität wirke sich auch direkt auf die Tiergesundheit aus. Hohe Schadgaskonzentrationen führen u.a. zu Atemwegsproblemen und geröteten Augen. Deshalb könnten Augen-Scores hilfreich sein. Zudem mache ein schlechtes Stallklima die Tiere aggressiv. Dadurch steige die Gefahr von Schwanz- und Ohrbeißereien.

Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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