Tiergesundheit

Markt für Tierarzneimittel wächst moderat

Der Tierarzneimittelmarkt in Deutschland hat im vergangenen Jahr ein moderates Umsatzplus verzeichnet. Das Kleintiersegment sei wieder etwas mehr als der Nutztierbereich gewachsen.

Der Tierarzneimittelmarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gewachsen. Das Umsatzplus fiel jedoch moderat aus. Wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) anlässlich seiner diesjährigen Mitgliederversammlung mitteilte, stieg der Gesamterlös nach vorläufiger Schätzung gegenüber 2018 um 3,8 % auf 843,9 Mio. €. Bei der wegen der Corona-Pandemie als Webkonferenz durchgeführten Versammlung berichtete BfT-Geschäftsführerin Dr. Sabine Schüller, dass das Kleintiersegment wieder etwas mehr als der Nutztierbereich gewachsen sei. Der Anteil der Kleintierprodukte am Gesamtumsatz sei inzwischen auf 55 % gestiegen.

Erfreulich habe sich die Sparte Impfstoffe entwickelt . Der Erlös konnte im Vergleich zum Jahr 2018 um 5,3 % auf insgesamt 235,7 Mio. € gesteigert werden. Um gut 5 % auf 315,2 Mio € konnte laut Schüller auch der Bereich der pharmazeutischen Spezialitäten zulegen. Wachstumstreiber in diesem Segment waren erneut Produkte zur Behandlung von Haut und Ohr. Das Segment der Antiinfektiva wies mit 0,3 % auf 143,6 Mio. € den geringsten Zuwachs auf. Der BfT-Vorsitzende Jörg Hannemann wies darauf hin, dass sich die Branche mit dem Coronavirus neben dem Brexit und der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nun einer weiteren Herausforderung stellen müsse. Es werde aber alles getan, damit trotz der Beschränkungen wichtige Tierarzneimittel die Praxen erreichten.

Ein weiteres wichtiges Thema, dass die Branche im vergangenen Jahr beschäftigte, sei die neue europäische Tierarzneimittelverordnung mit zahlreichen Nachfolgerechtsakten gewesen. Zukünftig würden der Green Deal und die „Farm-to-Fork“-Strategie der Europäischen Union auch die Tiergesundheitsbranche betreffen. Das gelte auch für die anhaltende Kritik an der modernen Landwirtschaft und die zahlreichen Belastungen für die Nutztierhalter. Die Krankheitsvorbeugung einschließlich der wichtigen Schutzimpfungen im Veterinärbereich werde aber auch zukünftig ihren hohen Stellenwert behalten.


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