Rheda-Wiedenbrück

Mehr Platz: Clemens Tönnies will Haltungsbedingungen verbessern Premium

Schlachtkonzern-Chef Clemens Tönnies fordert einen "nationalen Tierwohlkonsens". Das staatliche Tierwohllabel ist seiner Meinung nach "goldrichtig".

Clemens Tönnies will die Haltung von Schweinen deutschlandweit verbessern. Der Marktführer im Bereich Schweinefleisch sagte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir wollen den Standard der Tierhaltung allgemein anheben."

In einem ersten Schritt will der Unternehmer unter anderem erreichen, dass Schweine grundsätzlich 10 % mehr Platz im Stall haben, als es das Gesetz mindestens fordert. Dies entspräche der Einstiegsstufe der privatwirtschaftlichen Initiative Tierwohl. Er wolle das gesamte Schweinefleischsortiment in den Supermärkten auf dieses Level heben, so Tönnies.

Mehrere große Handelskonzerne habe er bereits davon überzeugen können, sich zu beteiligen, zitiert die Neue Osnabrücker Zeitung weiter. Sein Ziel sei eine gemeinsame Absichtserklärung, in der sich die Branche möglichst geschlossen zu der Verbesserung der...

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Wenn es noch einmal Streit zwischen Clemens und Robert Tönnies gibt, wird der Schlachthof verkauft. So haben sich die beiden 2017 geeinigt. Nun ist der Fall offenbar eingetreten und führt zu Zwist.

Die Gesellschafter der Tönnies Unternehmensgruppe, Clemens Tönnies (61) und Robert Tönnies (39), haben gemeinsam mit Maximilian Tönnies (27), der am 1.1.2018 in die Gesellschaft eintritt, die...

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernhard Randler

Worte und Taten

und dann zusammen mit Freund Putin in RUS Masse produzieren auf Teufel komm raus ohne einen Gedanken ans Tierwohl zu verschwenden.

von Johann Hohl

Noch besser wäre die Haltungsbedingungen von seinen Mitarbeitern zu verbessern

Erst wenn man seinen Mitarbeiter WERT-SCHÄTTZT sollte man darüber nachdenken, ob wir das Tierwohl noch verbessern. Hans Hohl

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

TA Luft

Herr Tönnies soll mal die Vorgaben der neuen TA Luft lesen bevor er über Offenfrontställe fabuliert.

von Albert Tiesmeyer

Wenig glaubwürdig Herr Tönnies! Wein trinken und Wasser predigen!

Ich habe das Originalinterwiev in unserer Tageszeitung gelesen. Warum wird Herr Tönniies nicht einmal gefragt, wie er heute, aktuell seine Einkaufspolitik gestaltet, um seienen heroischen Zielen Nachdruck zu verleihen. Gibt es einen Landwirt mit Haltungsstufe 6, dem der Tönniies Konzern dafür Preisaufschläge zugesteht? Oder ist es vielmehr die Firma Tönnies, die im Moment den Lebensmitteleinzelhandel, sprich den ach so edlen Verbraucher mit billigstem Rindfleisch z. B. aus Polen versorgt. Dazu wird natürlich praktischer Weise,die gleiche Kühltheke und täuschend ähnliche Verpackung der hoch decorierten QS - Ware benutzt. Dem deutschen Landwirt ist es nicht einmal möglich, einen in z.B. Österreich geborenen Bullen an die Firma Tönnies zu verkaufen. Und was mich am meisten ärgert ist, dass all unsere Verbände zu dieser Volksverdummung schweigen. Selbst die ISN lässt sich von Herrn Tönnies einlullen.

von Albert Tiesmeyer

Wenig glaubwürdig Herr Tönnies! Wein trinken und Wasser predigen!

Ich habe das Originalinterwiev in unserer Tageszeitung gelesen. Warum wird Herr Tönniies nicht einmal gefragt, wie er heute, aktuell seine Einkaufspolitik gestaltet, um seienen heroischen Zielen Nachdruck zu verleihen. Gibt es einen Landwirt mit Haltungsstufe 6, dem der Tönniies Konzern dafür Preisaufschläge zugesteht? Oder ist es vielmehr die Firma Tönnies, die im Moment den Lebensmitteleinzelhandel, sprich den ach so edlen Verbraucher mit billigstem Rindfleisch z. B. aus Polen versorgt. Dazu wird natürlich praktischer Weise,die gleiche Kühltheke und täuschend ähnliche Verpackung der hoch decorierten QS - Ware benutzt. Dem deutschen Landwirt ist es nicht einmal möglich, einen in z.B. Österreich geborenen Bullen an die Firma Tönnies zu verkaufen. Und was mich am meisten ärgert ist, dass all unsere Verbände zu dieser Volksverdummung schweigen. Selbst die ISN lässt sich von Herrn Tönnies einlullen.

von Friedrich Enslin

"GROßE" Worte kleiner "Haus"-Preis.

von Norbert Post

alles schön und gut

Es ist alles kein Problem es so zu machen. Bei allem was man macht muss klar sein, dass beide Seiten im gleichem Maße und fair bezahlt werden. Es nützt nichts, wenn wir dann anschließend mit Offenställen und Russland konfrontiert werden, die alles für halbe Geld produzieren können. Gerade der Handel hat sich in puncot Eigennutz ohne Rücksicht auf Verluste in Deutschland einen Namen gemacht. Ich würde mich gerne überzeugen lassen Herrn Tönnies, wie sowas aussehen könnte.

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