Schweineschlachtungen

Mehr Schweine in Großbritannien geschlachtet

Die Schweineschlachtungen auf der Insel sind 2021 gegenüber dem Vorjahr um rund 2 % auf 11,1 Mio. Tiere gestiegen.

Der Brexit hat die Schweinefleischimporte des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union merklich abkühlen lassen; die eigene Erzeugung ist hingegen gestiegen. Wie die britische Absatzförderungsorganisation für Landwirtschaft und Gartenbau (AHDB) mitteilte, haben die Schweineschlachtungen insgesamt auf der Insel 2021 gegenüber dem Vorjahr um rund 2 % auf 11,1 Mio. Tiere zugenommen. Weil die Schlachtgewichte deutlich höher lagen, stieg die Schweinefleischerzeugung um 4 % auf 1,02 Mio t; das war das höchste Produktionsniveau seit 1999. Die Zunahme der Schlachtgewichte wurde unter anderem dadurch verursacht, dass ein Arbeitskräftemangel in der Schlachtung und Zerlegung zu einem Schweinestau führte und die Tiere nicht fristgerecht abgeliefert werden konnten.

Sauenbestand nahm ab

Dies machte sich im Dezember auch in den Viehzählungsergebnissen für England bemerkbar. Dort belief sich zu Monatsbeginn der Schweinebestand auf 4,09 Mio Tiere; das waren 9,0 % mehr als im Dezember 2020 und so viele, wie seit 2002 nicht mehr. Der Zuwachs war ausschließlich auf die größere Zahl von Masttieren zurückzuführen, die im Vorjahresvergleich wegen der Vermarktungsprobleme um 10,6 % auf 3,70 Mio Stück nach oben schnellte. Dagegen nahm der Sauenbestand mit Ferkeln binnen Jahresfrist um 6,9 % auf 295.000 Tiere ab. Auf Dauer ist demnach kaum mit einem weiteren Anstieg der Schweineerzeugung im Vereinigten Königreich zu rechnen, auch wenn sich die Bestandsdaten zunächst nur auf England beziehen.


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