Fütterung

Nährstoffkreisläufe bei der Schweinehaltung schließen Premium

Die Fleischerzeugung soll nachhaltiger werden. Familie Oberhoff setzt seit Jahrzehnten auf Nebenprodukte im Sauen-, Ferkel- und Mastbereich.

Umweltschutz, Ressourcenschonung, geschlossene Nährstoffkreisläufe: Das Thema Nachhaltigkeit in der Fleischproduktion wird auch in Bezug auf die Schweinefütterung heiß diskutiert. „Wir müssen uns überlegen, wie wir unsere Schweine in Zukunft füttern und dabei möglichst wenig natürliche Ressourcen verbrauchen. Neben der punktgenauen, bedarfsorientierten Fütterung über N-P-reduzierte Fütterungsstrategien besteht Potenzial beim Einsatz von Nebenprodukten“, erklärt Dr. Eckhard Meyer, Fütterungsreferent im Freistaat Sachsen.

Dr. Meyer hält es für unverantwortlich, dass in Deutschland jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen genußtaugliche, größtenteils GVO-freie Lebensmittel entsorgt werden. „Die sollten wir lieber über das Schweinefutter zurück in den Nährstoffkreislauf bringen“, fordert der Fachmann.

In die gleiche Richtung denken auch Hans-Hermann Oberhoff und sein Sohn David. Zusammen bewirtschaften sie in Sachsen einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Sauenhaltung im teilgeschlossenen System. Darüber hinaus erzeugen sie Biogas und betreiben Ackerbau. Ein weiteres Standbein ist seit 30 Jahren der Handel mit Nebenprodukten sowie deren Aufbereitung.

Neben flüssigen Nebenprodukten aus der Stärke- und Molkereiindustrie sowie Getreideschlempen aus der Bioethanolherstellung und Produkten aus der Kartoffelverarbeitung lagern auf dem Betrieb trockene Komponenten. Dazu zählen Brotreste, Waffelmehl, Kartoffelchips, Haferschälkleien, Biertreber usw.

Qualitäten heute besser

Dr. Eckhard Meyer betont, dass gerade die Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie mittlerweile eine gute Qualität aufweisen. Das liegt vor allem daran, dass die Hersteller von Molkereiprodukten oder Backwaren von den Behörden engmaschig kontrolliert werden. Außerdem führen die Produzenten eigene Qualitätskontrollen durch.

Sauen: Molke und Schlempe

Neue Futterrezepturen werden zuerst im Betrieb Oberhoff ausprobiert. „Bevor wir neue Mischungen an Kunden ausliefern, setzen wir diese zuerst längere Zeit selbst ein. Entscheidend dabei ist, die Tiere kostengünstig und zeitgleich leistungssteigernd zu versorgen“, erklärt Hans-Hermann Oberhoff die Strategie. Immer wieder diskutiert der Betriebsleiter seine Ideen mit ...

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Futterreserven

Da mich diese Sache nach wie vor beschäftigt noch einige Erfahrungen meinerseits dazu. Dr.Mayer kennt das vielleicht.noch? Der Durchschnittsbestand im VEG: 10000 MS der Rasse Leicoma, auch Export in BRD,Holland,SU.Nebenprodukte waren Küchenabfälle kontinuierlich,Obst,Gemüse,Bäckereiabfälle,Rohzucker,Molke(täglich),Sulfitablauge+ TKM kontingentiert! Alles im Mix mit Eiweisskaltsilage+KF feuchtkrümelig verfüttert.Vieles was der LEH nicht verkaufte, kam zu uns und wurde nach strengem Raus-Prinzip erhitzt und nach FBS bewertet und verfüttert. Futtermitteluntersuchungen haben ständig den Einsatz kontrolliert...

von Christian Bothe

Nebenprodukte

Was die beiden Herren da sagen, ist absolut richtig!Dazu habe ich mich ja gestern in Zusammenhang mit dem angedachten Einsatz von Küchenabfällen der Holländer geäußert.Dieses EU- Verbot ist gerade aufgrund der Diskussion um Lebensmittelverschwendung absolut kontraproduktiv.Da heute ja modern noch ein Beitrag zur CO2 Belastung und Umwelt.

von Andreas Kraus

Nährstoffkreisläufe bei der Schweinehaltung schließen Premium

komm darauf an was quwallifood da zu sagt . Meistens scheitert der Einsatz mit dem verbundenen Aufwand .

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