Bundesratsinitiative

Niedersachsen drängt auf Einführung einer Tierwohl-Abgabe und präsentiert Nutztierstrategie

Auf Fleisch und Milch soll es nach dem Willen Niedersachsens eine Tierwohlabgabe geben. Die Landesregierung beschloss am Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative samt Landes-Nutztierstrategie.

Niedersachsen drängt auf mehr Tempo und konkrete Schritte zur Umsetzung der Empfehlungen aus der sogenannten Borchert-Kommission. Das Land appelliert an die Bundesregierung, zügig auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie die notwendigen Voraussetzungen für den Umbau der Tierhaltung zu schaffen. Das Kabinett brachte dazu am Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg.

Damit die niedersächsische Nutztierstrategie erfolgreich umgesetzt werden kann, fordert das Land die Einführung einer Tierwohl-Abgabe auf Fleisch, Milch und andere tierische Produkte. Diese Abgabe stellt aus Sicht Niedersachsens das zentrale Finanzierungselement für eine perspektivisch erfolgreiche Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung und dient damit der Realisierung der Nutztierstrategien von Niedersachsen und vom Bund.

Mit dieser Bundesratsinitiative sollen die Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards honoriert werden, um bessere Haltungsbedingungen mitzufinanzieren. „Wer als Verbraucher am Fleischtresen steht, sollte sich keine Gedanken darüber machen müssen, wie das Tier gehalten, transportiert und geschlachtet wurde, sondern sich auf generell hohe Tierwohlstandards verlassen...


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Diskussionen zum Artikel

von Dietmar Weh

Ich möchte auch noch was!!!

Für das ,das ich meinen alten Stall zusperre und Überbrückungsgeld bis zur Rente brauche. Bei Großkonzernen des Staates (Telekom Post Bundeswehr Lufthansa Bahn usw.usw.usw. heißt das Abfindung.

von Gerd Uken

Und das Ganze dauert dann

Mind.1 Jahr bis man eine Bau/Nachgenehmigung hat- Glückwunsch Frau LwMinisterin

von Wilfried Brade

Entscheidend ist und bleibt, ob der Nutztierhalter

- entsprechende Mindest-Größe der betrieblichen Tierhaltung und Vorhandensein gültiger Haltungsstandards vorausgesetzt (z.B. >100 Kühe, >250 Sauen etc.) - damit seine Familie gut ernähren kann, darüber hinaus auch regelmäßig Freizeit für die Familie hat (und nicht an 365 Tagen ... mehr anzeigen

von jörg Meyer

Die Lösung wäre ein "Tierwohl EEG"

was auf dem Strommarkt geklappt hat könnte, wenn der politische Wille wirklich da ist auch im Bereich tierischer Erzeugnisse umgesetzt werden. Fragt sich nur ob wirklich die Mehrheit bereit ist neben den höchsten Strompreisen in Europa auch die höchsten Lebensmittelpreise zu ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

Mein Verstand sagt mir

Das ist eine neue Besteuerung auf tierische Lebensmittel die Abgabe betrifft alles Geld bekommen nur einzelne wenige mit Investitionsbereitschaft und wer kassiert den Rest 3 Mal dürft ihr raten

von Willy Toft

Der normale Menschenverstand sagt mir, dass es vorher abgezogen wird, sonst bestehen wir nicht mehr im Markt!

Ich möchte so gerne glauben, dass alles gut wird, nur meine Erfahrung sagt mir, das es nicht geht! Es wird sich an der Landenkasse entscheiden, welche Produkte den Zuschlag bekommen!

von Rudolf Rößle

Mehrere Aspekte

betrachten. Es geht nicht nur um neu noch nicht gebaute Ställe. Ausgleich der jetzt schon höheren Kosten der inländischen Produktion gehören mit eingepreist. Zudem müsste es rückwirkend Prämien für Betriebe geben, die in den letzten Jahren in dieser Richtung schon unterwegs sind. ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

Heimatland

was für ein Nonsens... Wenn nicht Corona wär könnte man wirklich glauben die "Karnevals Büttenrede" soll noch zum lachen bewegen... Sehr geehrte Frau Otte- Kinast... Sie sind nicht zur Agrar-Ministerin berufen worden um uns Landwirten unsere Kompetenz zur Tierhaltung und ... mehr anzeigen

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