Tierwohl

Österreich: Anschober fordert Verbesserungen in der Schweinehaltung

Der österreichische Gesundheitsminister fordert erneut Verbesserungen in der Schweinehaltung. Wichtig seien klare gesetzliche Vorgaben und die zielgenaue Vergabe von Fördermitteln.

Für Verbesserungen in der Schweinehaltung hat sich erneut Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober ausgesprochen. „Es ist klar, dass wir in der Ferkelzucht und der Schweinemast in Österreich einige Herausforderungen zu meistern haben. Hier braucht es deutliche Entwicklungsschritte“, räumte Anschober in der vergangenen Woche bei der Entgegennahme einer Petition des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) in Wien ein. Die Tierschützer hatten etwa 70.000 Unterschriften für ein Verbot von Vollspaltenböden und für eine verpflichtende Stroheinstreu gesammelt. Dem Gesundheitsminister wurde außerdem ein Gutachten zur Problematik des Schwanzkupierens überreicht, das im Auftrag von Greenpeace und der Tierschutzombudsstelle Wien verfasst worden war. „Ich stehe für eine Strategie, die dafür sorgt, dass sich das Tierwohl Schritt für Schritt verbessert, die Landwirtinnen und Landwirte mit den daraus resultierenden Mehrkosten jedoch nicht allein im Regen stehen gelassen werden“, betonte der Gesundheitsminister. Wichtig dafür sei eine enge Abstimmung mit dem landwirtschaftlichen Berufsstand und dem Wiener Agrarressort, damit dieses entsprechende Vorhaben auch mit Investitionsförderungen und Umstiegshilfen begleitet werde. Aber auch der Handel müsse mit ins Boot geholt werden.

Einvernehmen mit Wiener Agrarressort nötig

Der Grünen-Politiker hob hervor, dass in seinem Ministerium bereits eine Novelle der Tierhalteverordnung in Erarbeitung sei, die unter anderem auch Verbesserungen bei der Schweinehaltung beinhalte. Benötigt werde aber noch das finale Einvernehmen mit dem österreichischen Landwirtschaftsministerium; dann könne der parlamentarische Begutachtungsprozess starten. „Wir brauchen von staatlicher Seite klare gesetzliche Vorgaben und die zielgenaue Vergabe von Fördermitteln“, hob Anschober hervor. Gebraucht werde aber auch ein Markt, auf dem faire Preise erzielt und Produkte mit höherem Tierwohl nicht durch billigere Produkte aus dem Ausland ersetzt würden. Dafür müsse in Österreich eine Allianz geschmiedet werden.


Diskussionen zum Artikel

von Franz U. Anita Kalchmayr

Es wird nie genug sein

Egal ob Kastrationsverbot Kupierverzicht Einstreuverpflichtung Vollspaltenverbot, es ist das falsche Signal den Nichtregierungsorganisationen entgegen zu kommen. Die hören nie auf zu fordern die wollen immer mehr und das zum Nulltarif. In Österreich wird wieder das falsche Signal ... mehr anzeigen

von Peter Beiersdorfer

Kopie aus Deutschland

Nach gleichen Muster wie in Deutschland. Grüner Minister Null Ahnung und lässt sich von NGO`s (Laien) medienwirksam Unterschriften vorlegen, von den 70000 Tausend Unterschriften sind die Hälfte gefälscht und so machen Minderheiten in der Bevölkerung Politik auf Kosten von Mehrheiten ... mehr anzeigen

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