Afrikanische Schweinepest

Polen keult weitere ASP-Betriebe

Seit Jahresbeginn wurden in Polen 55 ASP-Infektionen in Schweinebetrieben registriert. Die Infektionszahl ist schon jetzt höher als im letzten Jahr.

In Polen verzeichnen die Behörden mittlerweile fast täglich neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Landwirtschaft. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte am vergangenen Donnerstag (20.8.) drei neue Fälle in der Wojewodschaft Lublin im Osten des Landes, die sich zunehmend zum Hotspot des diesjährigen Seuchengeschehens entwickelt. Zusammen mit den jüngsten Fällen wurden laut den amtlichen Angaben seit Jahresbeginn bereits 55 ASP-Infektionen in Schweinehaltungen registriert. Dem stehen lediglich 48 Ausbrüche im gesamten letzten Jahr gegenüber.

Im Rahmen der Seuchenschutzmaßnahmen mussten 2020 bereits rund 44.500 Hausschweine gekeult werden, während bis Ende 2019 „nur“ insgesamt gut 35.000 Nottötungen vorgenommen worden waren. Hinzu kommt, dass die Seuche unvermindert im Wildschweinbestand grassiert. Die Gesamtzahl der Funde von an der ASP verendeten Wildschweinen hat in dieser Woche die Marke von 3.000 Fällen überschritten, wobei die Menge an toten Wildschweinen noch deutlich darüber liegt, da oft mehrere Kadaver an einem Ort gefunden werden. Etliche Meldungen kamen auch wieder aus der Wojewodschaft Lebus, unweit der deutsch-polnischen Grenze. Das Vorjahresniveau ist auch beim Schwarzwild bereits Mitte August weit übertroffen. Im gesamten Jahr 2019 hatten die Behörden lediglich rund 2.500 Funde an infizierten Wildschweinen registriert.


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