Richtig handeln

Praxisfall ASP: Es beginnt bei älteren Tieren Plus

Die ersten Anzeichen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind oft ganz unspektakulär und können leicht übersehen werden. Worauf Sie achten sollten, erläutert ASP-Experte Dr. Tomasz Trela.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) steht unmittelbar vor den Toren Deutschlands und bleibt trotz Corona-Pandemie das beherrschende Thema in der Schweineproduktion. Vor allem in Osteuropa und Asien wütet die Tierseuche nach wie vor massiv. Seitdem die ASP im vergangenen Jahr einen großen Sprung Richtung Westpolen gemacht hat, steigt auch für Betriebe in Deutschland das Risiko einer Einschleppung.

Entscheidend ist, den Ersteintrag des Erregers so früh wie möglich ausfindig zu machen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Doch woran erkennt man eine ASP-Infektion im eigenen Bestand? Dr. Tomasz Trela hat in Osteuropa zahlreiche ASP-Ausbrüche miterlebt. Er ist Tierarzt und Mitarbeiter vom Impfstoffhersteller Boehringer Ingelheim und betreut die Regionen Zentral- und Osteuropa.

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Praxisfall aus Ostpolen

Als zwei Sauen gegen Ende der Trächtigkeit verferkelten, vermutete der Betriebsleiter zunächst einen PRRS-Ausbruch.

Der ASP-Ausbruch ereignete sich in einem Ferkelerzeugerbetrieb mit rund 300 Sauen inklusive Ferkelaufzucht im Nordosten Polens. Der Betrieb lag in einer Überwachungszone in einem Gebiet mit hoher Schwarzwilddichte und ASP-infizierten Wildschweinen.

Als in dem Betrieb am 5. Juni 2019 zwei Zuchtsauen am 110. Trächtigkeitstag verferkelten, vermutete der Betriebsleiter zunächst einen PRRS-Ausbruch. Die Herde war...

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Die Redaktion empfiehlt

Tierarzt Dr. Tomasz Trela hat viele ASP-Ausbrüche in Osteuropa und Asien analysiert. top agrar sprach mit ihm über erste Symptome und effektiven Seuchenschutz.

ASP rückt wegen Corona etwas in den Hintergrund. Dabei ist die Seuche weiter auf dem Vormarsch, warnen Experten. Die Einschleppungsgefahr bleibe hoch.


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