QS berechnet Indices zur Tiergesundheit

Zum zweiten Mal hat QS für Schweinemäster betriebsindividuelle Tiergesundheitsindices berechnet. Sie sollen Landwirten und Tierärzten dabei helfen, die Tiergesundheit zu verbessern. Der Großteil der angelieferten Schweine war „ohne Befund“.

Die Tiergesundheitsindices wurden auf Grundlage der Schlachtbefunddaten des 2. und 3. Quartals 2018 von der QS Qualität und Sicherheit GmbH ermittelt. Bereits zum zweiten Mal wurden Indices für die Befundgruppen Atemwegsgesundheit, Organgesundheit, Gelenkgesundheit und Unversehrtheit des Schlachtkörpers berechnet. Etwa 20.000 Mastbetriebe haben in mindestens einer der vier Befundgruppen einen Index erhalten. Schweinemäster können anhand der Indices die Schlachtbefunde bewerten und den direkten Vergleich mit anderen Betrieben, die an den gleichen Schlachthof geliefert haben, vornehmen.

Die Ergebnisse der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung bilden die Basis für die Indices. Sie sind wichtige Indikatoren für Tierschutz und Tiergesundheit im Betrieb. Alle Schweinemäster im QS-System haben Zugang zur Befunddatenbank. Dort können Einzeltierbefunde, Ergebnisse einzelner Schlachtpartien und Auswertungen über ausgewählte Zeiträume eingesehen werden. Die betriebsindividuellen Indices können anhand der Kennzahlen Median (Wert, den 50% der Tierhalter unterschreiten) und 1. Quartil (Wert, den 25% der Betriebe unterschreiten) eingeordnet und bewertet werden.

Die ermittelten Befundindices zeigen, dass eine große Anzahl angelieferter Schweine in der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung „ohne Befund“ sind. Der QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff rät Betrieben mit wiederholten Befunden, die Indices zum Vergleich mit anderen Tierhaltern zu nutzen, um die Tiergesundheit im eigenen Stall weiterzuentwickeln.

Artikel geschrieben von

Caroline Jücker

Volontärin Schweinehaltung

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