Afrikanische Schweinepest

Rekordstrecke an Wildschweinen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurde in der Jagdsaison 20/21 eine neue Rekordzahl an Wildschweinen erlegt. Die "Pürzelprämie" habe laut Landwirtschaftsminister Backhaus den gewünschten Anreiz geliefert.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden in der zu Ende gegangenen Jagdsaison so viele Wildschweine erlegt wie noch nie. Wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium am vergangenen Freitag mitteilte, übersteigt die Schwarzwildstrecke im Jagdjahr 2020/21 mit 106.803 Stück das bisherige Rekordjahr 2019/20 um rund 10.000 Tiere.

Nach Darstellung von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus ist die erneute Steigerung der Abschusszahlen im Zusammenhang mit der Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu sehen. Die Landesregierung habe die Jäger aufgefordert, verstärkt Schwarzwild zu bejagen, um einer möglichen Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Und er sei sehr dankbar, dass die Waidleute diese Aufgabe nicht nur angenommen, sondern auch engagiert umgesetzt hätten, betonte Backhaus. Damit habe die Jägerschaft einen wichtigen Beitrag geleistet, dass Mecklenburg-Vorpommern bisher ASP-frei geblieben sei.

"Pürzelprämie" zeigt Wirkung

Nach Überzeugung des Ministers hat die zum Jagdjahr 2017/18 eingeführte „Pürzelprämie“ viel zur Verbesserung des Streckenergebnisses beigetragen. Bereits im Jahr ihrer Einführung seien 42 % mehr Wildschweine erlegt worden. Im Jagdjahr 2020/21 seien sogar 76 % mehr Schwarzwild als 2016/17 geschossen worden, verdeutlichte Backhaus. Die „Pürzelprämie“ habe damit die erwünschte Anreizwirkung entfaltet.

Wie das Agrarressort weiter berichtete, ist die Rehwildstrecke 2020/21 mit 59.900 Stück im Vergleich zum vergangenen Jagdjahr um rund 2.100 Stück gesunken. Die Strecke beim Schalenwild insgesamt sei hingegen um rund 6.000 Tiere auf 187.362 Stück angewachsen. Zudem sei mit 21.981 Füchsen, 7.067 Marderhunden und 20.837 Waschbären wieder mehr Raubwild als in den Vorjahren erlegt worden.


Mehr zu dem Thema