top agrar plus Podiumsdiskussion ISN

Rewe: "Wir müssen gegenüber Landwirten verbindlicher werden!"

Die Vertreter von Rewe, Böseler Goldschmaus, Simon Fleisch und German Meat sehen weiterhin eine Zukunft für deutsche Schweinehalter. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden.

Das Podium auf der ISN-Mitgliederversammlung am Donnerstag suchte nach Auswegen aus der Preis- und Strukturkrise auf dem deutschen Schweinemarkt. Neben Vertretern aus der Schlachtbranche stellte sich die Handelskette Rewe und German Meat als Vertreter der Exporteure der Diskussion.

„Personal ist limitierender Faktor“

Dr. Bernhard J. Simon, Geschäftsführender Gesellschafter Simon Fleisch bezeichnete die Personalsituation auf Deutschlands Schlachtbetrieben als Katastrophe. „Wir betreiben einen riesen Aufwand, um unsere Arbeiter an uns zu binden und zu integrieren“, erklärte der 41-jährige. Die vor allem osteuropäischen Mitarbeiter würden aber vor allem auf den Nettoverdienst schauen und der sei durch das Ende der Werkverträge bei vielen eher kleiner geworden. Die Folge sei, dass viele Kollegen nun lieber im Weinbau, im Schiffsbau oder bei Amazon arbeiten.

„Wir schlachten in Deutschland gut 800.000 Schweine pro Woche und haben dennoch Überhänge“, erklärte Simon. Er plädierte sogar dafür die Werkverträge in Deutschland ganz einzustellen, um endlich Waffengleichheit zu schaffen.

Simon kritisierte zudem den unfairen Wettbewerb in der EU. „Wir haben einerseits einen freien Warenverkehr und stellen gleichzeitig unterschiedliche Anforderungen“. Sein Beispiel: In Deutschland dürfen Transporteure 170 Schweine fahren. Wenn er Tiere in Belgien kaufe und nach Deutschland hole, darf der Spediteur aber 195 Mastschweine transportieren, weil es dafür eine Ausnahmeregelung gebe. "Das macht doch keinen Sinn", schimpfte er.

„Wir brauchen den Export, selbst wenn wir nur 1 Schwein in Deutschland schlachten“

Steffen Reiter, Geschäftsführer der deutschen Exportorganisation German Meat stellte klar, wie wichtig der...

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