Afrikanische Schweinepest

Sachsen: ASP-Nachweis 100 km westlich von Görlitz

Erster ASP-Nachweis bei einem erlegten Wildschwein im Landkreis Meißen, rund 60 km westlich der bisherigen Sperrzonen.

Schlechte Nachrichten aus Sachsen. Bislang konnte das ASP-Geschehen bei Wildschweinen in Sachsen durch die ergriffenen Maßnahmen auf den Landkreis Görlitz beschränkt werden. Gestern (13.10.21) bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut nun den ersten ASP-Fund im Landkreis Meißen.

100 km westlich von Görlitz

Es handelt sich dabei um ein am vergangenen Wochenende geschossenes Wildschwein. Das Tier wurde östlich der Bundesautobahn A 13 in der Nähe der Anschlussstelle Radeburg erlegt, gut 100 Kilometer westlich der Kreisstadt Görlitz und gut 60 Kilometer außerhalb der bereits bestehenden Sperrzonen. Offensichtlich hat das Virus damit auch den kompletten Landkreis Bautzen erreicht bzw. bereits überwunden.

In Kürze soll die Sachverständigengruppe und der im sächsischen Sozialministerium angesiedelte ASP-Krisenstab des Landes Sachsen einberufen werden, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

ASP-Schutzwall entlang der Nord-Süd-Autobahnen

Der Fund zeigt noch einmal deutlich, wie wichtig die Forderung der Agrarministerkonferenz, der örtlichen Bauernverbände und der Interessengruppen der Schweinehalter Sachsens und Brandenburgs ist, die Schutzzäune und Auffahrten entlang der Nord-Süd-Autobahnen A 4, A 10, A 11, A 13, A 15, A 17 und A 20 als ASP-Schutzwall Richtung Westen auszubauen. Hoffentlich ist es dafür nicht längst zu spät!


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