Mahnung

Sachsens Landwirtschaftsminister hoch besorgt über ASP-Ausbreitung

Angesichts des starken Anstiegs von ASP-Fallzahlen in Ostsachsen mahnt Agrarminister Günther eine weiter intensive Bekämpfung an. EU und Bundesländer müssten sich an den Kosten für den Zaun beteiligen

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther zeigt sich hoch besorgt über die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Es werden immer mehr erkrankte Tiere in Ostsachsen registriert.

"Ich bin in großer Sorge um die Landwirtschaft, die Schweinehalter und ihre Tiere. Die Betriebe müssen weiterhin Tiere in den Handel bringen können, um Einkommen zu erzielen und existenzsichernd arbeiten zu können. Wir wollen mehr Regionalität. Dafür brauchen wir die Betriebe als starke, handlungsfähige Partner für den Ausbau regionaler Wertschöpfung. Und auch der Tierschutz muss in einer zugespitzten Seuchenlage weiterhin gewährleistet sein. Auf Bundesebene fordern wir seit Langem eine Lösung für die Freilandhaltung von Bio-Schweinen unter Seuchenbedingungen."

Günther erinnert an den Beschluss der Agrarministerkonferenz, dass sich neben der EU auch die Bundesländer an den Kosten für den Zaun beteiligen. Im Bundesrat habe er mit einem Entschließungsantrag an den Bund appelliert, Landwirtschaft und Schweinehalter wirksam zu unterstützen und effektiver mit den polnischen Nachbarn zu handeln. "Ich betone die Verantwortung des Bundes. Die ASP-Bekämpfung ist eine nationale Aufgabe."

Um das weitere Eindringen und die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, nutzt die Staatsregierung einen Dreiklang aus Zaunbau, Entnahme und Jagd. Der Minister bittet auch die Jägerschaft und Landwirtschaft, Hand in Hand bei der Seuchenbekämpfung zusammenzuarbeiten, gerade jetzt und in den kommenden Wochen, da die Felder abgeerntet werden.

Maßnahmen

Seit Monaten arbeitet das Sozialministerium laut Günther intensiv im Krisenstab, mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV) und dem Sachsenforst zusammen. So realisierte die LTV den Zaunbau entlang der Grenze zu Polen maßgeblich mit, aktuell betreut sie rund 80 km Zaun. "Unser Staatsbetrieb Sachsenforst arbeitet eng mit den betroffenen Regionen und Behörden vor Ort zusammen. Im Mai hat Sachsenforst einen jagderfahrenen Mitarbeiter an das Landestierseuchenbekämpfungszentrum abgeordnet, um die Entnahmen von Wildschweinen zu koordinieren und intensivieren."


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