Landvolk

Sauenhalter appellieren an Solidarität der Kollegen

Enno Garbade, Vorsitzender des Landvolk Arbeitskreises Sauenhaltung, warnt vor Panikverkäufen bei Schlachtschweinen. Und Mäster müssten jetzt den Ferkelerzeugern helfen.

Während in Brandenburg weitere Wildschwein-Kadaver mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) gefunden worden sind, appelliert das Landvolk Niedersachsen an die Solidarität unter den Schweinehaltern.

„Es ist notwendig, dass die Mäster den Ferkelerzeugern helfen, indem sie Ferkel abnehmen“, sagt Thorsten Riggert, Vorstandsmitglied im Landvolk Niedersachsen und selber Sauenhalter. Denn selbst wenn die Ferkelerzeuger ihre Sauen abschaffen wollten, ginge das nicht von jetzt auf gleich. „Es werden jede Woche Ferkel geboren, dieser Prozess lässt sich nicht einfach aufhalten. Insofern ist es auch ein Gebot der Solidarität und wichtig für die Lieferbeziehungen“, mahnt Riggert.

„Für die Schweinemäster besteht bei den derzeit niedrigen Ferkelpreisen keinerlei Risiko, insbesondere da die Schweinepest zum Glück noch nirgends in einem Hausschweinebestand aufgetreten ist. Bislang besteht also kein Grund, Angst um den eigenen Bestand zu haben“, bekräftigt der Landwirt.

Der Viehhandel integriert aktuell in seinen Lieferscheinen eine Zusatzerklärung, in der bestätigt wird, dass die jeweiligen Schlachtschweine nicht aus einem Sperrbezirk, Beobachtungsgebiet oder einem gefährdeten Gebiet im Sinne der Schweinepestverordnung stammen. Damit soll eine effiziente Abwicklung zwischen dem Lieferanten und dem Schlachtbetrieb sichergestellt werden. Der Preisrückgang, der nun eingesetzt hat, ist aus Sicht der Schweinehalter inakzeptabel.

Die neueste Notierung zeigt, dass der Kilopreis zwar aktuell bei 1,27 Euro stabil geblieben ist, aber bevor der ASP-Verdacht in Brandenburg bestätigt wurde, hatten die Mäster fast fast 20 Cent mehr erzielt. „Wir müssen zeitnah in Deutschland regionalisierte Handelsbeschränkungen erreichen, die insbesondere von den asiatischen Marktpartnern akzeptiert werden“, fordert Enno Garbade, Vorsitzender des Landvolk Arbeitskreises Sauenhaltung.

Dennoch warnt Garbade vor Panikverkäufen bei Schlachtschweinen. „Es muss möglich sein, neue Absatzwege für verloren gegangene Märkte zu finden. Deshalb wäre es ein Fehler und schadet dem ganzen Berufsstand, wenn die Kühlhäuser mit zu leichten Schweinen blockiert werden.“ Der Landwirt ist in Sorge, dass die ASP mit ihren marktpolitischen Folgen für viele bäuerliche Betriebe womöglich das Aus bedeutet.


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Diskussionen zum Artikel

von Michael Prantl

Herr Gruber

Es braucht keinen Kommentar über was Sie schreiben wenn Sie einen Menschen nicht kennen - eins ist klar, ich habe Europaweit als angestellter und Geschäftsstellenleiter Geschäfte mit lebenden Tieren gemacht und hatte über Jahre volle Verantwortung über die Geschäftsstelle inkl. ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Herr Prantl

Das einzige was ich rein aus Ihren Zeilen lese ist der pure Neid gegen die Bauern. Sie müssen erst mal lesen, was sie selber schreiben und mir dann noch vorwerfen. Oder glauben Sie, daß Sie hier ihr Spiegelbild vor sich sehen, wenn Sie dass hier Schreiben? Sie haben mit Landwirten ... mehr anzeigen

von Michael Prantl

KarlHeinz Gruber

Wen interessiert das - niemanden

von Karlheinz Gruber

Doch

ich denke alle die hier im Forum herinnen sind und lesen können, wissen jetzt, was für ein "guter" Kollege sie sind. Sie reißen nur die Klappe auf, können beleidigen und dumm daherreden. Sachkompetenz naja, dafür kenne ich sie und den Betrieb nicht. Viel Spaß mit Ihrer Arroganten ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Nicht Biomasse!

Vion!!

von Karlheinz Gruber

Wäre eine Top Möglichkeit

Die Lierfern sonst eh immer nur zu uns zum Schlachten rein, weil es mehr Geld gibt. jetzt muß der Spieß umgedreht werden.

von Gerd Uken

Ab nach NL mit den Schlachtschweinen

Biomasse hat gerade die Chinazulassung wieder bekommen , da brummt der Markt jetzt.

von Rudolf Rößle

Bürger

gebt euer gehortetes Klopapier zurück, damit Flatterbänder installiert werden können und veranstaltet Schnitzelpartys.

von Michael Prantl

Mäster

Den Schweinemäster will ich kennen der jetzt dem Ferkelerzeuger hilft - wer denkt da wohin? In meinem Beruf habe ich nie erlebt dass in Deutschland ein Mäster dem Ferkelerzeuger geholfen hat. Wenn jemand dem Ferkelerzeuger geholfen hat war es die Fa. Danis in Belgien mit 250 000 ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Ich bitte vielmals um Entschuldigung Herr Prantl

das ich heute morgen leider nur 220 Ferkel eingestallt habe. Diese wären im Turnus bei mir erst frühestens Ende nächster Woche dran gewesen, weil der Stall noch ein paar kleine Reparaturen gehabt hätte. Diese mache ich halt jetzt im Bestand. Ich habe dies allerdings vorgezogen, um ... mehr anzeigen

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