Schlachthof Kassel schließt und hinterlässt ratlose Kunden

Am 26. Februar 2018 ist der letzte Schlachttag beim Schlachthof Kassel. Für die Hausschlachter der Region, die z.B. Schweine für den Eigenbedarf auf ihrem Hof verarbeiten, ein Problem, berichtet die Zeitung HNA. Sie müssen sich eine Alternative suchen, die die Schweine hakenrein macht.

Am 26. Februar 2018 ist der letzte Schlachttag beim Schlachthof Kassel. Für die Hausschlachter der Region, die z.B. Schweine für den Eigenbedarf auf ihrem Hof verarbeiten, ein Problem, berichtet die Zeitung HNA.

Sie müssen sich eine Alternative suchen, die die Schweine hakenrein macht. Das bedeutet, dass das Schwein getötet und ausgeblutet ist, die Innereien herausgenommen und die Borsten abgeschabt worden sind. Letzteres geschieht beim Schlachthof mithilfe einer Brühmaschine. Dort werden die Schweine in über 60 Grad heißem Wasser abgebrüht und so die Borsten entfernt.

Das ist auch der Schritt, der Hausschlachtern besonders Probleme bereitet. Zwar könnten auch Metzger Tiere hakenrein machen, aber sie hätten meist zu kleine Brühtröge, in die nur Schweine mit weniger als fünf Zentner passen. Andere Schlachthöfen, wie z.B. der in Warburg, sind als Alternative allerdings zu weit weg. Wie ein Praktiker der HNA sagte, würde ja schon für den Transport ein Tag draufgehen. In Kassel konnten die Auftraggeber die fertigen Tiere noch am selben Tag wieder abholen.

Einige Verarbeiter überlegen daher, ob sie wieder selber schlachten sollen, wie früher. Nur sei dies eine aufwändige und schwere Arbeit.  „Selbst ein Schwein zu schlachten, dauert eineinhalb Stunden“, sagt ein Praktiker, „beim Schlachthof dagegen nur drei Minuten.“

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