Kommentar

Schweinehalter schlagen Alarm - Heimische Produktion in Gefahr

Die Lage Schweinehalter ist wirtschaftlich desaströs. Die Schlachtbranche ächzt unter Kosten. Der Handel fordert mehr Tierwohl. Wenn sich die Lage nicht ändert, bricht die heimische Produktion weg.

Ein Kommentar von Gerburgis Brosthaus, Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben:

Besorgte Gesichter, bange Fragen bei den Bauern: Wie geht’s weiter am Schweinemarkt? Dass die Preise im Keller sind – ­bitter. Doch das Auf und Ab kennen Mäster und Sauenhalter seit Jahrzehnten.

Aber die aktuelle Misere ist kein normales Preistal. Afrikanische Schweinepest und Corona haben den Markt nachhaltig verändert. Zudem sorgen viele Baustellen für Frust und Zukunftsangst in den Bauernfamilien:

  • Die Schweinefleischnachfrage geht schon lange zurück – aktuell beschleunigt sich das Tempo. Obwohl die Wochenschlachtungen um ein Viertel gesunken sind, parken die Schlachter Fleisch im TK-Lager.

  • Die Perspektive für eine wirtschaftliche Zukunft der Schweinehaltung fehlt. Das nimmt ­Betriebsleitern und Hofnachfolgern den Mut. Welche Wertschöpfung bietet Haltungssform 2, wenn der Lebensmittelhandel die...


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