Schweinefleischausfuhr

Schwierige Exportverhandlungen wegen der ASP Plus

Die Bundesregierung verspricht Gespräche mit Drittländern, um den Schweinefleischexport nach dem ASP-Fall in Gang zu bringen. Der Bauernverband kritisiert die Fleischwirtschaft wegen der Überreaktion.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) bemüht sich um Kontakte zu Drittstaaten, um dort das in der EU geltende Regionalisierungskonzept für den Schweinefleischexport zu etablieren. Dies zielt darauf ab, Einfuhrstopps wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschränken und nicht für ganz Deutschland einzuführen. Außerdem soll zwischen ASP-Fällen bei Wildschweinen und solchen bei Hausschweinen unterschieden werden.

Derzeit gibt es ein faktisches Exportverbot für den Drittlandsexport, weil Deutschland keine Ausfuhrzertifikate mehr dazu ausstellen kann, dass das Fleisch aus einem ASP-freien Land kommt. Das betrifft etwa 30% der Schweinefleischausfuhren.

Merkel hilft beim Kontakt mit China

Geplant sind nach Informationen von top agrar Gespräche mit China, Südkorea, Japan, Kanada und Mexiko. Für einen raschen Zugang zum chinesischen Agrarministerium hat sich nach Informationen von top agrar Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag beim digitalen EU-China-Gipfel eingesetzt. "Die Bundesregierung ist hierzu im Austausch mit der chinesischen Seite", teilte ein Regierungssprecher gegenüber top agrar mit. China gehört zu den Ländern, die ihrerseits wegen der ASP-Fälle...


Die Redaktion empfiehlt

In Brandenburg wurden nach Angaben des Umweltministeriums weitere Wildschweinkadaver entdeckt. Erste Untersuchungen im Landeslabor Berlin-Brandenburg bestätigten den ASP-Verdacht.

Schweinemarkt nach ASP-Fall

"China-Sperre ist bitter, aber kein Grund zur Panik"

vor von Andreas Beckhove

Importstopp, Schlachtstau und Preisverfall: Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Eine Analyse von Heribert Breker (LWK NRW) bringt Sachlichkeit in die Diskussion um ASP.

Viele hatten es befürchtet: Nach Südkorea hat nun auch China den Import von Schweinefleisch aus Deutschland verboten, nachdem in Brandenburg ein Wildschwein mit ASP gefunden wurde.


Diskussionen zum Artikel

von Günter Schanné

Bauernverband

Der Exporteinbruch ist unternehmerisches Risiko. Da bleibt das Füllhorn aus Steuergeldern zu.

von Markus Grehl

Unternehmer?

Als Subventionsempfänger haben Sie uns schon lang jegliches Unternehmertum abgesprochen. Also kommt weiterhin gleich viel Staatsknete bei uns an was juckt da der Export von gequältem Schweinefleisch?

von Michael Prantl

Drittländer

Der Bauernverband ist die gleiche Firma wie die Politiker. Wenn der Geschäftsführer vom Landkreis zugleich dritter Landrat ist und ich Probleme hatte und Hilfe brauchte - glauben Sie der hat mir geholfen - nur im Fernsehen - da gabs nur eins, sofort gekündigt und Schluss mit dieser Firma.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen