Positionspapier beschlossen

SPD will dezentrale Nutztierhaltung

Die SPD zieht mit der Forderung in den Bundestagswahlkampf, die Tierhaltung pro Betrieb auf 2 GVE/ha zu begrenzen. Die Landwirte sollen für die notwendige Abstockung der Bestände Förderung erhalten.

Die SPD will die Nutztierhaltung in Deutschland langfristig dezentralisieren. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Bundestagsfraktion vergangene Woche beschlossen hat.

Darin plädiert sie für eine Flächenbindung der Tierhaltung mit einer Begrenzung auf zwei Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Förderanreize für die Abstockung von Beständen und den Umbau in viehdichten Regionen geschaffen werden. Zudem müsse auch regional die Möglichkeit eröffnet werden, Bestandsobergrenzen einzuführen.

Bei allen Fördermaßnahmen im Stallbau müssten hohe Tierwohlkriterien Bedingung sein. Weniger Tiere und deutlich mehr Platz pro Tier wird als zentrales Ziel genannt. Die SPD zeigt sich dabei offen für eine staatliche Unterstützung des Stallum- und -neubaus. Zur Finanzierung verweist sie auf die EU-Direktzahlungen und eine erforderliche weitergehende Umschichtung der Direktzahlungsmittel.

Darüber hinaus gehende Vorschläge müssten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel geprüft werden. Dazu zählen laut Papier auch die Vorschläge der Borchert-Kommission.

Den Vorbehalten in der Bevölkerung gegen den Bau von Tierhaltungsanlagen will man begegnen, indem die Menschen vor Ort über die Vorhaben besser informiert und eingebunden werden. Nur durch...



Diskussionen zum Artikel

von Reinhold Moß

Gesellschaftliche Konsens notwendig............?

Alles nur Lügenbarone unsere Politiker , Alle reden von Gesellschafft das es so gewollt ist . Alles frei erfunden . Einzelne Politiker oder NGOs bezeichnen sich als Gesellschaft und machen Ihre blöde Klappe los . 99,8 Prozent will das gar nicht . Aber wen interessiert es . Das ... mehr anzeigen

von Ahrend Höper

Demgegenüber

" habe seine Fraktion konkrete Vorschläge erarbeitet", sagt Dr. Miersch. Glaube kaum, dass Sie einen konkreten Plan ausgearbeitet haben, geschweige überhaupt können? Seit mehr als 2 Jahren geben Sie hin und wieder einen Kommentar zum selben Thema ab, aber jedes Mal vertreten Sie einen ... mehr anzeigen

von Holger Soth

Berechnung der VE

Herr Wernsmann, leider kann ich nicht direkt auf den Kommentar von Ihnen antworten. Sie haben absolut Recht, dass die VE für Zuchtsauen, Kühe usw. nach dem Durchschnittsbestand ermittelt werden. Bei Mastschweinen werden die VE jedoch pro erzeugten Tier ermittelt (genauso bei Geflügel, ... mehr anzeigen

von Heinrich Steggemann

Dezentralisierung?

Also Tierzahl in viehdichten Regionen auf unter 2 GV reduzieren. Und der viehlose Betrieb in der Ackerbauregion wird dann wieder zum Viehhalter? Glaubt die SPD das wirklich? Es geht wohl eher darum den Viehbestand in Deutschland deutlich zu reduzieren. Aber wer verwertet das Grünland? ... mehr anzeigen

von Kurt Brauchle

Wer da wohl "dezentralisiert" wird?

Der Milchviehbetriebe mit 70Kühen plus Nachzucht mit 50 ha absolutem Grünland und seine Kollegen in der Gemeinde, oder der einzige 500 Kuhbetrieb mit 50 ha Rest Grünland und 1000ha Ackerbau in der Gemarkung?

von Holger Soth

Berechnung der VE

Herr Wernsmann, leider kann ich nicht direkt auf den Kommentar von Ihnen antworten. Sie haben absolut Recht, dass die VE für Zuchtsauen, Kühe usw. nach dem Durchschnittsbestand ermittelt werden. Bei Mastschweinen werden die VE jedoch pro erzeugten Tier ermittelt (genauso bei Geflügel, ... mehr anzeigen

von Christian Wernsmann

Die steuerlichen VE werden bei Tieren, die weniger als ein Jahr im Bestand sind, nach der Jahreserzeugung ermittelt. Hier ist die Rede von den GV. Eine GV entspricht 500kg Lebendgewicht, entscheidend ist hier die im Jahr durchschnittlich gehaltene Tierzahl. MfG

von Holger Soth

Hetze gegen die Landwirtschaft für Wählerstimmen

Eine Flächenbindung der Tierhaltung auf 2 GVE/Hektar klingt für die Wähler nach einer schönen bäuerlichen Landwirtschaft. Dass die 2 GVE jedoch gerade den Strukturwandel befeuern und den Familienbetrieben an den Kragen geht, soweit wird nicht gedacht. Als Beispiel: Ein ... mehr anzeigen

von Christian Wernsmann

Die GV errechnen sich aber nach dem Durchschnittsbestand, nicht nach der Jahresmenge. Trotzdem werden für 100 Sauen plus Mast ca. 90-100ha gebraucht. Anders ausgedrückt: mit der Flächenausstattung eines durchschnittlichen Betriebes in NRW (44ha) wäre eine wirtschaftliche Viehhaltung ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Wie wär´s mit dezentraler Autoproduktion?

Bezogen auf die Kommune maximal 2 gebaute Autos pro km². Und überhaupt nur so viel, dass nichts exportiert werden muss!

von Günter Schanné

Autos

sind empfindungslose Sachen. Tiere sind keine Sachen, sondern fühlende Mitgeschöpfe. § 90a BGB

von Gerhard Steffek

Wahlkampf!!!

Dieser beginnt jetzt schon. Die Ratten kommen aus ihren Löchern und positionieren sich. Nachdem sich die Grünen heuer wahrscheinlich wieder sehr stark auf die Landwirtschaft und Umweltschutz fokussieren werden, schließlich ist ja laut Künast die Landwirtschaft auch mit Schuld an ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Der Great Reset

Das ist auch Teil des Great Reset würde ich sagen. Es wird noch Vieles an Planwirtschaftszielen kommen dazu am besten Leute wie Annalena Baerbock oder den Jens Spahn fragen....... Die Landwirtschaft oder der einzelne Bauer hat mit Sicherheit ... mehr anzeigen

von Stefan Gruss

"Das Volk hat kein Brot mehr zu essen" "Dann gebt ihnen doch Kuchen "

Durch das ideologisch geprägte Wahlkampf gescharre für die urbanen Gutmenschen, wird sehr viel Eigenkapital der Landwirtsfamilien vernichtet werden! Nur um dann festzustellen zu müssen das wir mit dieser Art von Landwirtschaft nicht einmal unser eigenes Volk ernähren zu können. ... mehr anzeigen

von Rainer Hoffmann

Ausgleich ?

Was bekommen die die schon weniger wie 2 GV halten ,weniger bzw keine DÜV Auflagen oder nachträgliche Prämie für ne Abstockung oder werden diese Betriebe ausgeschlossen vom Programm, dehren GV Besatz oder Abstockung kommt doch der Umwelt bzw Düngermengenreduzierung in der Region zu gute .

von Bernhard ter Veen

weniger als 2 GV

Der Betrieb bekommt NICHTS... weil er ja auch nicht mehr abstocken braucht... das dafür vorgesehene Geld versumpft wieder NUR in der Verwaltung für irrwitzige Genehmigungsverfahren und bei den Grossbetrieben welche sonst die Arbeitskräfte nicht mehr zahlen können und nach Hause ... mehr anzeigen

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