SPD zur Ferkelkastration: "Klöckner soll Verordnung vorschlagen" Premium

Die SPD spielt eine Schlüsselrolle, wie es mit der Ferkelproduktion ab 2019 weiter geht. Nachdem der Bundesrat eine Fristverlängerung für die betäubungslose Kastration verneint hat, ist der Druck auf den Bundestag groß. Die dort zuständige SPD-Tierschutzbeauftragte Susanne Mittag setzt aber auf die drei Alternativen.

Die SPD-Tierschutzbeauftragte im Bundestag, Susanne Mittag, bezeichnet die Eberimpfung als "Methode der Wahl". (Bildquelle: SPD)

Die SPD spielt eine Schlüsselrolle dabei, wie es mit der Ferkelproduktion ab 2019 weiter geht. Nachdem der Bundesrat eine Fristverlängerung für die betäubungslose Kastration verneint hat, ist der Druck auf den Bundestag groß. Die dort zuständige SPD-Tierschutzbeauftragte Susanne Mittag setzt auf die drei bestehenden Alternativen, erläutert sie im Interview mit top agrar. top agrar: Sehen Sie nach dem Nein des Bundesrates zu einer Fristverschiebung für das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration noch gesetzlichen Handlungsbedarf? Susanne Mittag: Wir müssen die bestehenden Alternativen dringend praxistauglich machen. Dazu gehört, dass der Landwirt die Inhalationsnarkose selber durchführen kann. Frau Klöckner sollte also dringend eine Verordnung auf den ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Peter Held

Gibt es weitere Alternativen?

Das Problem beim Eberfleisch ist doch der unangenehme Geruch und Geschmack. Aber die Intensität bei den Ebern variiert sehr stark. Es ist also naheliegend geruchs- wie geschmacksneutrale Eber zu züchten. Meines Wissens wird das schon probiert, aber es dauert wohl noch. Schneller ginge es durch einen technischen Eingriff in die Genetik mittels "Genschere" - aber da ist ja wohl leider das Verfassungsgericht davor.

von Wilhelm Grimm

Nichts begriffen !

Die unterschiedlichen Interessen der Länder verhindern eine Lösung? Hier geht es einzig um die Frage des Tierwohls und des Berufsverbotes der Sauenhalter mit heimtückischen Methoden. Dumme Parteipolitik ist wichtiger als die Interessen der Bauern und ihrer Tiere. So wird in Deutschland Agrarpolitik verstanden.

von Gerhard Steffek

Selbst verraten!

Wir müssen die "Alternativen" dringend Praxistauglich machen. D.h. für mich, die ganzen Methoden sind noch nicht spruchreif. Und da will die Frau Dahlmann damit kommen die Bauern hätten gewußt was auf sie zukommt. Die vielleicht schon, aber wer da dann wieder mal geschlafen hat ist doch eindeutig die Politik. D.h. die deutsche Ferkelerzeugung wird durch politische Unfähigkeit an die Wand gefahren. Aber man ist stolz darauf einen Verfassungsschutzpräsidenten aus dem Amt gekickt zu haben, nur weil er nicht das Richtige sagte.

von Wolfgang Adelmann

Selbst ist die Frau...

Frau Mittag soll sich in der Schweiz selbst in den Stall stellen und mit ISOFLURAN mal 500 Ferkel narkotisieren, damit Sie selbst merkt woher der Wind weht. Davor und danch Blut- und Leberwerte machen und der Spuk hat ein Ende. Warum hält sich die BG hier so zurück???

von Gerd Uken

Heute hat es jemand auf den Üunkt gebracht

In Bad Sassendorf der WLV Präsident sitzt doch für die CDU im Bundestag........ Wieso hat er sich da nicht eingesetzt für die Sache

von Heinrich Albo

Ein starker Alkoholiker hat dann

schnell eine bessere Leber wie jemand der ständig dem Narkosegas ausgesetzt ist !!!! Die Maske zum Ferkel ist NIE zu 100% Dicht! Abgesehen von den weiteren Nachteilen für das Ferkel...scheint der Anwenderschutz keine Rolle zu spielen.

von Wilhelm Grimm

Denkbarer Kompromiss :

Ein Ei weg, eines lassen. Stinkt nur die Hälfte.

von Willy Toft

Da warten wir alle drauf! Aber einen gangbaren Weg, ohne Wettbewerbsnachteil!!

Fristverschiebung; wenn es denn nicht möglich ist, schneller zu agieren! Die Ferkelerzeuger brauchen endlich Sicherheit für ihre Existenz und den Arbeitsplatz. Faule Kompromisse die die Wettbewerbsfähigkeit einschränken, braucht hier kein Betrieb.

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