Staatliches Tierwohllabel schließt Kastration aus Plus

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will heute abschließend mit allen Beteiligten aus Wirtschaft und Verbänden über die Kriterien für das staatliche Tierwohllabel reden. Ein Ausschlusskriterium für das Label ist die betäubungslose Ferkelkastration. Damit will das BMEL den Tierschutzbund ins Boot holen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will die Debatte um das geplante staatliche Tierwohlkennzeichen beenden und die Kriterien für Schweine nun endgültig festzurren. Über die Kriterien für die Schweinehaltung berät die gesamte Fleischkette von der Landwirtschaft über die Fleischwirtschaft, den Handel, die Tierärzte und Tierschützer heute in einer großen Runde mit Klöckner in Berlin. Laut Einladung soll es um einen „finalen“ Austausch über die Kriterien für das staatliche Tierwohlkennzeichen gehen.

Kriterien höher als ITW-Standard

Fest steht, dass das staatliche Tierwohlkennzeichen freiwillig und dreistufig ausfallen soll. Langfristig könnten sich hinter den drei Stufen die bisherigen Systeme Initiative Tierwohl (ITW), das Label des Deutschen Tierschutzbundes und die Biozertifizierung eingruppieren. Die Kriterien für die 1. Stufe des Labels setzt das BMEL aber größtenteils höher an als die der Initiative Tierwohl (ITW). Das macht sich vor allem am Platzangebot bemerkbar, zeigt der Vorschlag des BMEL, der top agrar vorliegt. Für die erste Stufe des staatlichen Labels sollen für 51 bis 100 kg schwere Schweine 0,95...

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will ein freiwilliges staatliches Tierwohlkennzeichen einführen. Es soll drei Stufen umfassen, die alle höher als der gesetzliche Standard sind. Bis...


Diskussionen zum Artikel

von Wolfgang Daiber

Lösung des Problems

Meine Tochter ist aus dem Betrieb ausgestiegen(300 Sauen),ich werde Frührente beantragen wegen Bourn Out,meine Frau geht in die Industie(4 Stunden am Tag),verdient im Monat mehr ,wie ich im ganzen Jahr.Die Ferkel in meiner Region,werden aus Dänemark kommen (900km)oder noch besser das ... mehr anzeigen

von Hans Eberlein

Fördern

Fördern heißt wieder neue Ställe bauen damit wieder mehr billiges fleisch kommt und dann von Tierwohl.

von Jürgen Middelhoff

Wie hoch soll denn die Honorierung ausfallen?

Bislang sickern ja nur Auflagen durch, und diese liegen deutlich über die der ITW. Wobei die ITW die Prämien ab 2018 ja auch schon grenzwertig weit abgesenkt haben. Wenn man von den max 5,1Euro der ITW pro Mastschwein ausgeht und mit den zusätzlichen Kosten zur Buchtenstrukturierung ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Wo is'n des Hirn?

Wenn ich das so lese, dann ist der ganze Forderungskatalog nur ein Einstieg zum Ausstieg - aus der Schweinehaltung in DE. Wer soll denn da noch Lust haben auch nur noch einen Cent zu investieren, bei all den offenen Fragen? Besonders bei den kleinen Betrieben. Es ist nur zu schade, daß ... mehr anzeigen

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

QZ-BW läßt grüßen

Beim neuen QZ-BW für den Schweinebereich hat sich die Politik in BW auch sehr ambitionierte Ziele (genfrei etc.) gesetzt mit dem Ergebnis, daß fast keiner mehr mit macht.

von Gerd Uken

Eine einfache Frage

Woran erkennt man denn das das Ferkel aus DK unter Lokalanästhesie oder aber ohne Betäubung kastriert wurde?

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