Unternehmensgruppe

Tönnies erneuert Finanzvorstand

Nach mehr als mehr als 20 Jahren erneuert Tönnies seinen Finanzvorstand. Daniel Nottbrock übergibt an Carl Bürger.

Ende des Jahres wird bei der Tönnies Unternehmensgruppe eine Ära zu Ende gehen. Wie Deutschlands größter Fleischhersteller am Dienstag vergangener Woche mitteilte, wird Daniel Nottbrock nach mehr als 20 Jahren die Position des Finanzvorstands (CFO) planmäßig an seinen derzeitigen Stellvertreter Carl Bürger übergeben. Nottbrock will sich ab dem 1. Januar 2022 auf seine Aufgabe als Geschäftsführer der Asset Immobilien GmbH konzentrieren. Er bleibt weiterhin im Beitrat der Tönnies Unternehmensgruppe.

Übergabe lange geplant

„Die Übergabe haben wir schon vor einigen Jahren so ins Auge gefasst und mit den Gesellschaftern vereinbart“, erklärte der scheidende CFO. Mit Carl Bürger übergebe er die Finanz-Geschäftsführung der Holding nun in jüngere Hände. Der geschäftsführende Gesellschafter Clemens Tönnies dankte Nottbrock ausdrücklich für seine erfolgreiche Arbeit. „Er hat unser Unternehmen seit 1999 aktiv mitgestaltet und es auf finanziell hervorragende Beine gestellt. Ohne ihn wäre Tönnies heute bei weitem nicht so gut auf Kurs“, hob der Gesellschafter hervor.

Neuer CFO seit Praktikum bei Tönnies

Der 34-jährige Bürger ist ein Tönnies-Eigengewächs und bereits seit 16 Jahren im Unternehmen. Nach Praktikum und Ferienjob absolvierte er den praktischen Teil seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften bei Tönnies in Rheda. Er war damit der erste duale Student in der Unternehmensgruppe. Bereits mit 21 Jahren übernahm er die Leitung des Rechnungswesens. Kurz darauf kam die Rechnungskontrolle hinzu, ehe er vor drei Jahren zum Stellvertreter von Nottbrock ernannt wurde. Vor allem bei den Zukäufen der dänischen Tican-Gruppe 2015 oder des Wurstherstellers Schwarz Cranz im vergangenen Jahr - hatte Bürger großen Anteil an der erfolgreichen Übernahme. Durch die sequentielle Übernahme von Aufgaben im operativen Finanzgeschäft gibt es laut Nottbrock „einen geräuschlosen und fließenden Übergang, der zum 1. Januar 2022 nur noch formell umgesetzt werden muss“.


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