Rheda-Wiedenbrück

Tönnies: Schlachtung nach Kontrolle wieder unterbrochen

Nach der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes mit rund 8.000 Schweinen am Donnerstag, haben Kontrolleure den Betrieb wieder gestoppt. Die Schlachtungen starteten am Freitag verspätet.

Kurz nach der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es eine erneute Unterbrechung: Die Schlachtung werde am Freitag später beginnen, teilte Tönnies-Sprecher Andre Vielstädte mit. Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden, „dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen“, so der Sprecher. Die Änderungen wären bereits über Nacht vorgenommen worden, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen.

Das Unternehmen zeigt sich verwundert darüber, dass Abläufe und Prozesse, die seit über 20 Jahren genehmigt sind und seitdem jährlich mehrfach amtlich kontrolliert wurden jetzt bemängelt werden.Die Arbeitsschützer hätten zuvor kritisiert, dass die Arbeiter beim ersten Zerteilen der gerade geschlachteten Schweine, bei dem eine erhöhte Position notwendig ist, nach vorne stürzen könnten.Tönnies betont aber, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um auch in Zukunft einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Update: Die kurzfristige Unterbrechung der Schlachtung am Standort Rheda-Wiedenbrück ist am Freitagvormittag wieder aufgehoben worden.

Die Redaktion empfiehlt

Der nächste Schritt in den Normalbetrieb: Tönnies darf ab Freitag wieder Schweine zerlegen. Zunächst dürfen im Probebetrieb 10.000 Tiere geschlachtet, zerlegt und weiter verarbeitet werden.

Seit rund 4 Wochen stehen bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück die Schlachtbänder still. Nun gibt es endlich einen Lichtblick für die Schweinehalter: Teilbereiche der Schlachtung dürfen ab sofort...

Protestaktion in Rheda-Wiedenbrück

Greenpeace-Protest bei Tönnies: LsV ruft Bauern zur Gegendemo auf

vor von Christina Lenfers

Greenpeace-Aktivisten protestieren aktuell am Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. Sie fordern einen grundlegenden Wandel in der Fleischindustrie. LsV ruft Berufskollegen dazu auf, zum Werk zu...


Diskussionen zum Artikel

von Christian Bothe

Tönnies

Der Laumann wird sich umgucken,wenn Tönnies weniger Gewerbesteuern bezahlt...Bei allen früheren Problemen mit Corona im Unternehmen sollte man langsam wieder zur Normalität übergehen. Die Schweinemästern danken es Ihnen.

von Joachim Pehle

Aufruf zur Schikane?

Hat denn nicht der NRW-Gesundheitsminister Laumann die Behörden öffentlich zur Schikane der Schlachtindustrie aufgefordert? Oder wie ist seine Hetze zu verstehen?

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen