Expansion und Tierwohl

Tönnies will eine Baugenossenschaft gründen

Clemens Tönnies hat unter Stallbauern eine Ausschreibung für einen Schweinestall der Zukunft auf den Weg gebracht. Idee ist, den Bauern standardisierte Modellställe anzubieten.

Der Schlachtkonzern Tönnies will landwirtschaftliche Betriebe dabei unterstützen, dass sie deutlich nachhaltiger produzieren – auch kleine Höfe. Wie Geschäftsführer Andres Ruff im Gespräch mit dem Westfalen-Blatt sagte, entwickele seine Firma gerade Modellställe für die neuesten Tierwohlanforderungen. Um das Thema voranzubringen, brauche es Turbo-Verfahren bei der Genehmigung.  

Und Unternehmenschef Clemens Tönnies ergänzte: „Wir haben die Ställe standardisiert und eine Ausschreibung unter Stallherstellern gemacht. Um auch Einkaufsmacht zu haben, sind wir dabei, eine Baugenossenschaft zu gründen. Auch, um klar zu machen, dass es uns nicht darum geht, damit Geld zu verdienen“, sagte er gegenüber der Zeitung.

Zudem habe Tönnies mit der Toniso-Fütterungsempfehlung den Anteil von Soja um rund die Hälfte reduziert, so dass der Sojaimport schon jetzt um rund 15 % reduziert werden konnte und in der Folge der Nitrateintrag.

Ausbau von Badbergen

Der Unternehmenschef berichtete im Interview außerdem, dass er Badbergen gerade zum norddeutschen Rinderstandort ausbaue. Die Rede ist von rund 85 Mio. Euro Investition inkl. Erweiterungsmöglichkeiten. Im Mai soll dort die Zerlegung beginnen, die dann am Standort Rheda endet und hier Platz schafft. Den wolle Tönnies zur weiteren Verbesserung der Abläufe und zu mehr Automatisierung nutzen.

Neuer Schlachthof und Mastanlagen...