US-Schweinefleischproduktion

USA: Schweinefarmer stocken weiter auf

Experten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums rechnen in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der US-Schweineproduktion und höheren Schweinefleischexporten nach Mexiko und China.

In den Vereinigten Staaten stehen die Zeichen am Schweinemarkt weiter auf Expansion. Die Farmer haben ihre Bestände ein weiteres Mal auf Rekordniveau aufgestockt. Jüngsten Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge wurden zum Stichtag 1. März 2020 landesweit insgesamt 77,63 Mio. Schweine gehalten; das waren fast 4,0 % mehr als zwölf Monate zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der Frühjahrszählung im Jahr 1988. In allen Tierkategorien waren der Erhebung zufolge Zuwächse zu verzeichnen. Weiter nach oben geht es auch mit der Produktivität der Sauen. In der zuletzt erfassten Periode von Dezember 2019 bis Februar 2020 wurden mit durchschnittlich 11,0 Ferkeln je Wurf so viele Tiere lebend geboren wie niemals zuvor in dieser Winterperiode. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Zuwachs 2,8 %.

Angesichts der Bestandsentwicklung gehen die USDA-Experten auch von einem deutlichen Anstieg der US-Schweinefleischproduktion im Jahr 2020 aus; diese soll gegenüber dem Vorjahr um rund 830.000 t auf das Rekordniveau von 13,15 Mio. t zunehmen. Bei einem eher mäßig wachsenden Inlandsverbrauch dürften die Schweinefleischexporte der Vorhersage zufolge um fast 650.000 t oder 23 % auf 3,52 Mio. t steigen. Hierbei wird vor allem mit höheren Absätzen in Mexiko und China gerechnet. Im Rahmen der Phase 1 des Handelsabkommens mit der Volksrepublik wurde von Peking der Marktzugang für US-Schweinefleisch erleichtert und Einfuhrzölle gesenkt. Die Liefermenge dorthin nahm in den vergangenen Monaten laut der amerikanischen Exportorganisation für Fleisch (USMEF) bereits deutlich zu.


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