Afrikanische Schweinepest

Vietnam: ASP-Impfungen werden fortgesetzt

In Vietnam werden Hausschweine versuchsweise mit einem neuen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest geimpt.

In Vietnam werden laut Presseberichten die Impfungen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen wieder fortgesetzt. Ende August waren diese ausgesetzt worden, nachdem nach Verabreichung des Vakzins dutzende Tiere gestorben waren.

Von vietnamesischen und amerikanischen Forschern entwickelt

Der Impfstoff war von vietnamesischen Forschern gemeinsam mit amerikanischen Kollegen entwickelt worden. In fünf klinischen Studien sei die Sicherheit und Wirksamkeit des Vakzins bestätigt worden, berichteten Medien im Sommer dieses Jahres. Daraufhin hatte man mit Impfungen in Praxisbetrieben begonnen.

Impfstoff unsachgemäß angewendet

Nach Angaben staatlicher Veterinärbeamten waren die jüngsten Todesfälle auf eine unsachgemäße Anwendung des Impfstoffs zurückzuführen, bei denen die Richtlinien des Ministeriums nicht eingehalten wurden. Es habe Fehler bei der Dosierung gegeben, was auch darauf zurückzuführen sei, dass der Impfstoff direkt an Tierärzte und Landwirte zur Selbstimpfung abgegeben worden sei. In anderen Fällen habe es jedoch keine Probleme, sondern positive Ergebnisse gegeben.

Bis zu 600.000 Dosen sollen verimpft werden

In der Provinz Vinh Phuc beabsichtigen die Veterinärbeamten des Ministeriums nun, die ASP-Impfungen bald auszuweiten. Geplant sei der Einsatz von bis zu 600.000 Dosen. Dabei soll auf eine strengere Kontrolle des Impfprozesses gemäß den Richtlinien des Ministeriums und der Anweisungen des Tiergesundheitsamtes geachtet werden.

Ernste ASP-Situation in Südkorea

In Südkorea häufen sich unterdessen die ASP-Ausbrüche in der östlichen Provinz Gangwon. Die Behörden sprechen mittlerweile von eine „sehr ernsten Lage“ und laut der „Korea Times“ hat das Landwirtschaftsministerium in Seoul ein 48-stündiges „Stand still“ für Schweinefarmen und -einrichtungen in der Provinz erlassen. Ein Notfalltreffen zur Seuchenbekämpfung wurde einberufen.

Am 19. September 2022 war in einem Schweinebetrieb mit rund 7.000 Tieren die Tierseuche ausgebrochen. Nur einen Tag später wurde die ASP dann auch in einem nur 5 km entfernten Betrieb mit ebenfalls einigen tausend Tieren festgestellt.

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